Aktuelles vom Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

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CCS wird für die Lausitz wieder zum Thema!

Mitschnitt der Podiumsdiskussion zum Thema „Geht es wirklich ohne Lausitzer Braunkohle? – Positionen zu Energiewende, Dunkelflaute und Blackout“ auf Einladung des Pro Lausitzer Braunkohle e.V. im Vorfeld zur Bundestagswahl.

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Pro Lausitz erfolgreich beim DAK-Firmenlauf

Mit sieben Startern nahm der Verein Pro Lausitzer Braunkohle e.V. am diesjährigen DAK-Firmenlauf teil. Trotz des regnerisch-nasskalten Wetters gingen 477 Teams von Firmen oder Vereinen an den Start. Unser Verein erreichte dabei den 124. Platz in der Teamwertung.

Mit 20:52 Minuten kam Michael für unseren Verein als Erster ins Ziel. Kurz darauf folgte unser Vorstandsmitglied Daniel. Hier sind ein paar Impressionen vom Tag – wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2018.

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Parteien trennen bei Energiefragen Welten

Von wegen Langeweile im Bundestagswahlkampf und alles sei irgendwie gleich. Das stimmt nicht für Energiefragen. Während die einen den schnellen Kohleausstieg wollen, fordern andere den Stopp für die Windkraft. Wie beim Vereins Pro Lausitzer Braunkohle stehen derzeit Kandidaten Rede und Antwort zu Fragen der Energie-, Klima- und Wirtschaftspolitik. Auch in vielen Medien ist Thema, wie sich die Parteien zur Braunkohle positionieren.

Besonderen Ehrgeiz entfalten die Grünen. Ihr Engagement gilt jedoch nicht der Entwicklung der Lausitz, sondern dem Kohleausstieg. „Mit uns wird der Kohleausstieg kommen“, zitiert die „Passauer Neue Presse“ aktuell aus einem Positionspapier der Spitzenkandidaten Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt sowie der grünen Landes-Energieminister. Bedingung für eine Regierungsbeteiligung sei, dass die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke nach der Wahl umgehend vom Netz genommen werden und der Strom bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien komme.

Andere Parteien positionieren sich sehr viel differenzierter und sehen die Energiepolitik nicht nur unter dem Aspekt des Klimaschutzes. In vielen Medien finden sich derzeit Hintergrundberichte zu den Positionen der Parteien. Mal werden dazu Parteiprogramme studiert, mal Kandidaten für den Bundestag befragt. Exemplarisch seien erwähnt:


„So stehen die Parteien zu Kohleausstieg und Klimawandel“ vom mdr

„Direktkandidaten im Interview“, Youtube-Kanal der Lausitzer Rundschau

Die Sächsische Zeitung hat sogar einen wahlkreis-spezifischen Online-Wahlcheck, bei dem es natürlich nicht nur um Energiefragen geht

Auch wir als Verein Pro Lausitzer Braunkohle e.V. haben die verschiedenen Standpunkte in unserem Flyer "Lausitzer Denkzettel" (PDF-Datei) für Sie beleuchtet und zusammengefasst.



Positionen zu Energiewende, Dunkelflaute und Blackout

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Geht es wirklich ohne Lausitzer Braunkohle?

Podiumsdiskussion auf Einladung des Pro Lausitzer Braunkohle e.V. zur bevorstehenden Bundestagswahl.
Am 10. September 2017, 10 Uhr in der Kaminstube des Kulinarium Branitz (ehemals Best Western Hotel Branitz)

Mit Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU), Uli Freese (SPD), Matthias Loehr (DIE LINKE), Annalena Baerbock (Bündnis 90 / Die Grünen), Jeff Staudacher (FDP) und Marianne Spring-Räumschüssel AfD

Moderation Stephan Grafen (Wirtschaftsjournalist)

Impulsreferate: von Annalena Baerbock (Grüne Sprecherin für Klimapolitik, Grüne Bundestagsfraktion) und Wolfgang Rupieper (Vorstandsvorsitzender Pro Lausitzer Braunkohle e. V.)

Sowohl bei den Ostdeutschen Energietagen als auch in vielen aktuellen Medienveröffentlichungen wurde die Energiewende als nicht stattfindendes Wahlkampfthema diskutiert. Ausgerechnet das größte Zukunftsprojekt unserer Gesellschaft wird von nahezu allen Parteien für die große Politikbühne gemieden. Eine Entwicklung, die durch den Pro Lausitzer Braunkohle e.V. bereits seit Beginn des Bundestags-Wahlkampfes kritisch begleitet wurde.

Aus diesem Grund hat der Lausitzer Heimatverein bereits vor der aktuell einsetzenden Berichterstattung ein Podium für genau dieses „fehlende“ Wahlkampfthema geschaffen. Das Podium ist bestens besetzt und stringent an Themen der Energiewende und der Braunkohle gebunden. Die Einstiegspositionen durch Impulsreferate von Annalena Baerbock (Grüne Sprecherin für Klimapolitik, Grüne Bundestagsfraktion) und Wolfgang Rupieper (Vorstandsvorsitzender Pro Lausitzer Braunkohle e. V.) könnten kaum konträrer sein. Das ausgewogene Podium mit Kandidaten aller stimmstarken Parteien lässt eine offene und interessante Debatte zu. Für die Moderation wurde ein erfahrener Wirtschaftsjournalist gewonnen, der die entsprechende Expertise mitbringt, aber auch genügend Abstand für einen wohl abgewägten Blick von außen.

Die Ausrichtung als politischer Frühschoppen unterstützt einen frischen Schlagabtausch. Gäste sind im neuen Branitzer Erlebniskomplex gern willkommen, der Eintritt ist frei.

Spree

Umweltministerium räumt Dramatisierung der Sulfat-Debatte ein

Die Debatte um den Sulfatgehalt im Spreewasser hat bizarre Züge. Kohle-Kritiker schlagen gern Alarm, dass die gesamte Wasserversorgung Berlins gefährdet sei. Dass das teure Tafelwasser bei ihrem Lieblings-Italiener mitunter einen doppelt so hohen Sulfatgehalt hat, wie das der Spree, wird wahrscheinlich nicht mal wahrgenommen. Jetzt räumt das Brandenburger Umweltministerium ein, dass in der Debatte dramatisiert werde.

Damit sich der Sulfatgehalt der Spree für die Trinkwasserwirtschaft bei Berlin nicht zum teuren Problem auswächst, werden der Spree auch weiterhin zwei Millionen Kubikmeter sulfatarmes Wasser im Jahr zugeführt. Das erklärte Kurt Augustin, Abteilungsleiter für Wasser und Boden im Brandenburger Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, am Rande des Besuchs an der Vorsperre Bühlow. Die heftige Debatte vor zwei Jahren schätzt er aber als dramatisiert ein. „In unseren Gewässern gibt es keinen Grenzwert für Sulfat, die 250 Milligramm pro Liter gelten für Trinkwasserqualität“, erklärt Augustin.

Vor reichlich zwei Jahren hatte ein plötzlicher Anstieg des optisch unsichtbaren Sulfats in der Spree nicht nur die Wasserwerke Briesen und Neuenhagen beunruhigt. Von etwa 80 Milligramm pro Liter schnellte der Wert 2015 in Zerre auf 450 hoch und nahm über die Messpunkte Wilhelmsthal und Bräsinchen kaum ab.

Inzwischen ist erforscht, dass der Sulfatwert hoch bleibt, aber wohl in den nächsten Jahren nicht weiter steigen wird. Zudem soll das Sulfat auch sehr viel unbedenklicher für die Gesundheit der Menschen und der Ökosysteme sein, als noch vor Jahren angenommen. Dr. Volker Preuß, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Wassertechnik der BTU Cottbus/Senftenberg erklärte im Juli in der Vorlesungsreihe „Wassergespräch Lausitz – Wie weiter mit dem Wasser in der Region?“, dass selbst bei 500 bis 1000 Milligramm Sulfat pro Liter das Trinkwasser unbedenklich sei.

Preuß hatte berichtet, dass der Sulfatwert der Spree bei Lübbenau seit Jahren bei rund 330 Milligramm pro Liter liege. Zur Warnung vor einer abführenden Wirkung sei etwa das Hundertfache des Lübbenauer Wertes notwendig.

Dagegen „nage“ das Sulfat nachweislich am Beton, weshalb Kanada auf den Grenzwert von 500 Milligramm Sulfat pro Liter setzt. Auch ältere Bauwerke an der Spree, die von Wasser ab 300 Milligramm Sulfat pro Liter umflossen werden, stehen aus diesem Grund unter Beobachtung. Und in Absprache mit der Trinkwasserwirtschaft bei Berlin werde das Spreewasser weiter so verdünnt, dass der Sulfatgehalt bereits bei Spremberg-Wilhelmsthal unter 400 Milligramm pro Liter bleibt.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 23. August 2017

 

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