Aktuelles vom Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

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Starke Präsenz des Vereins bei der 89. Sitzung des Braunkohlenausschuss in Cottbus

Bei der gestrigen Sitzung des Braunkohlenausschuss' hatte unser Verein einen starken Auftritt: viele Mitglieder sind der Aufforderung gefolgt, Präsenz zu zeigen und haben sich bei nasskalten Temperatur in den Morgenstunden auf dem Stadthausvorplatz an unserem Stand eingefunden.

Auch konnten wir uns über mehrere neue Mitglieder freuen, die sofort vor Ort Ihren Aufnahmeantrag unterschrieben haben! Vielen Dank dafür. Der Vorstand

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Mitgliederversammlung unseres Vereins

Bei der alljährlichen Mitgliederversammlung berichtete der Verein Pro Lausitzer Braunkohle e.V. über die geleistete Arbeit des Vorjahres und diskutierte über die Arbeitsinhalte für das Vereinsjahr 2017.

Zur alljährlichen Mitgliederversammlung hat der Verein nach guter Tradition wieder in den Speisesaal der enviaM eingeladen. In der 2 stündigen Versammlung am Donnerstag, 09. März 2017 präsentierte sich der Vorstand und berichtete den anwesenden Mitgliedern über die in 2016 geleistete Vereinsarbeit.

Die rege und informative Diskussion brachte wesentliche und gute Arbeitsinhalte für das zukünftige Vereinsjahr 2017 hervor. Vielen Dank an die Mitglieder!

Der Vorstand

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IG BCE-Chef erteilt Grünen zur Kohle-Kommission deutliche Abfuhr

In der Regel sind es die Grünen, die Beteiligungsprozesse mit vorgegebenem Ergebnis als Farce ablehnen. Nicht jedoch, wenn sie ihn selbst inszenieren. In einer „Kommission nationaler Kohlekonsens“ wollen sie die Kohleverstromung in Deutschland bis 2035 abwickeln. Eingeladen war auch IG BCE-Chef Michael Vassiliadis. Der jedoch hat den Grünen für dieses durchsichtige Manöver eine klare Abfuhr erteilt.

Die Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie (IG BCE) lehnt Gespräche mit den Grünen über einen frühzeitigen Braunkohleausstieg ab. Die von der Partei vorgeschlagene „Kommission Nationaler Kohlekonsens“ (KNK) diene allein der Profilierung im Wahlkampf, schreibt IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis laut „Handelsblatt“ in einem Brief an die nordrhein-westfälischen Grünen.

Die NRW-Grünen hatten im Januar unter anderem an das Kanzleramt, verschiedene Bundesministerien, die Parteien, Sozialpartner und Umweltverbände das Konzept „Kohleausstieg rechtssicher und sozialverträglich gestalten“ verschickt. Darin forderten sie die Einrichtung der KNK, die „einen Zeitplan für den schrittweisen und geordneten Ausstieg“ aus der Braunkohle „innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte“ entwerfen soll.

Es werde der Bedeutung des Themas nicht gerecht, „es allein aus dem Blickwinkel der Kampagnenplanung der bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahlen zu betrachten“, schreibt Vassiliadis laut „Handelsblatt“. Die in dieser Legislaturperiode verabschiedeten Gesetze zur Energiewende müssten jetzt erst einmal umgesetzt werden.

Besonderer Handlungsbedarf für die Braunkohle bestehe nicht. Um den durch die Energiewende ausgelösten Strukturwandel zu begleiten, habe die Bundesregierung bereits im Klimaschutzplan 2050 der Einrichtung einer Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ zugestimmt, die Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen und bis Ende 2018 Ergebnisse vorlegen soll. Den Ergebnissen dieses Gremiums vorzugreifen wäre „nicht sachgerecht“, so Vassiliadis. Auch für „Parallelstrukturen“ wie die von den Grünen geforderte KNK gebe es keinen Bedarf. "Es sei denn als Wahlkampfbühne. Und dafür ist mir die Energiewende zu wichtig", schreibt der IG-BCE-Chef.

Quelle: www.all-in.de vom 28. Februar 2017

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IG BCE-Chef Vassiliadis kritisiert ausufernde Kosten der Energiewende

Der Chef der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, hat die Kosten der Energiewende scharf kritisiert: Für den Umbau auf erneuerbaren Strom seien bereits 500 Milliarden Euro an Förderungen und Verbindlichkeiten angefallen – und das für die Produktion von Strom mit einem Marktwert von 100 Milliarden Euro, sagte er. Allein die EEG-Umlage habe schon mehr Geld gekostet als alle Kohlesubventionen der letzten fast 60 Jahre zusammen.

Langsam senkt sich die Nacht über das Bildungszentrum der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Haltern. Von hier sind es nur ein paar Kilometer bis ins Herz des Ruhrgebiets; genau der richtige Ort, um über Energiepolitik zu sprechen. IG BCE-Chef Michael Vassiliadis, geboren 1964 in Essen als Kind griechischer Eltern, schaut zum Fenster. „Dunkel und kaum Wind. Jetzt kann Deutschland wieder froh sein, dass es noch Kohlekraftwerke hat.“ So eine Dunkelflaute habe fast den ganzen Januar über angedauert.

Deutschland brauchte in Spitzenzeiten mehr als 80 Gigawatt Strom, davon konnten die erneuerbaren Energien keine fünf Prozent beisteuern. Die meisten der 27 000 Windkraft- und 1,2 Millionen Solaranlagen fielen wochenlang aus.

Frankreich, das seinem östlichen Nachbarn sonst immer mal mit Atomstrom aushilft, kam als Lieferant auch nicht infrage – einige Kernkraftwerke standen wegen Sicherheitsprüfungen still. „So mussten die deutschen Energieversorger auch noch das letzte Reservekraftwerk ans Netz nehmen. Kohle, Gas und Kernkraft hielten das Land quasi im Alleingang unter Strom.“

Doch genau das werde diesen Energieträgern immer schwerer gemacht, kritisiert Vassiliadis. 2018 schließt die letzte deutsche Steinkohlenzeche im Ruhrpott. Vorhandene Steinkohlekraftwerke werden schon jetzt vorwiegend und dann nur noch mit „schwarzem Gold“ aus dem Ausland gefüttert, vor allem aus Russland und Kolumbien. Bei Gas ist Deutschland ohnehin von Importen abhängig. Bis 2022 gehen auch die letzten deutschen Kernkraftwerke vom Netz.

Bleibt als einziger heimischer Energieträger, der nicht vom Wetter abhängig ist, die Braunkohle – doch deren Widersacher nennen fast täglich neue Jahreszahlen für den Ausstieg. „Grob fahrlässig“ nennt Vassiliadis solche Forderungen. „Branchenexperten rechnen bei Strom spätestens Mitte des kommenden Jahrzehnts mit Versorgungsengpässen – mit unkalkulierbaren Folgen für Verbraucher und Unternehmen.“ Die neue Bundesregierung – „wie auch immer sie aussieht“ – werde nach der Wahl im Herbst gegensteuern müssen.

Die Gewerkschaft stemme sich nicht gegen die Energiewende in Deutschland, stellt Michael Vassiliadis klar. Aber sie müsse mit Augenmaß gestaltet werden, nicht mit der Brechstange. Der 52-Jährige sieht vor allem dreifach dringenden Handlungsbedarf: Erstens dürften günstige Energieträger wie die Braunkohle nicht vorschnell aufgegeben werden. Zweitens halte das deutsche Stromnetz mit dem Ausbau der Erneuerbaren nicht Schritt. Windparks in der Nordsee etwa liefern jede Menge Strom – aber es fehlen starke Leitungen, um ihn in den industriell starken Süden zu transportieren. Der Gewerkschafter nennt es „ein Armutszeugnis für den Industriestandort Deutschland, dass bislang gerade 111 von 6100 nötigen Kilometern gebaut worden sind“. Zudem brauche Deutschland mehr und bessere Stromspeicher.

Und drittens müsse der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energien sozial vernünftig vor sich gehen. Vassiliadis rechnet vor: Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt heute mehr als 100 Euro im Monat für Strom. Davon beträgt der reine Strompreis nur 45 Prozent, alles andere geht für Steuern, Abgaben und Umlagen drauf. Den größten Posten davon bildet die sogenannte EEG-Umlage, also das Geld, das in den Ausbau erneuerbarer Energien fließt. Das summiert sich mittlerweile auf gut 25 Milliarden Euro im Jahr. „Für Strom mit einem Marktwert von 100 Milliarden Euro sind seit dem Beginn der Energiewende gut 500 Milliarden Euro an Förderung und Verbindlichkeiten angefallen, die die Stromkunden zahlen. Eine halbe Billion Euro!“ Allein die EEG-Umlage habe die Bundesbürger unterm Strich bislang mehr Geld gekostet als alle Subventionen für die deutsche Steinkohle während der vergangenen fast 60 Jahre.

Diese Umlage, moniert SPD-Mitglied Vassiliadis, treffe vor allem sozial Schwache. Sie wohnten meist zur Miete und hätten kaum Einfluss auf ihren Stromverbrauch. Hauseigentümer hingegen könnten sich von der Umlage befreien, indem sie sich eine Solaranlage aufs Dach setzten.

„Wir fordern“, fasst der Gewerkschafter zusammen, „dass sich die Regierenden endlich Gedanken über die langfristigen Perspektiven unserer Energieversorgung machen.“ Die „Erneuerbaren“ würden immer abhängig von Wind und Sonne sein – „mit den extremen Leistungsschwankungen, die wir schon kennen. Große Innovationssprünge sind bei diesen Technologien ohnehin nicht mehr zu erwarten.“

Deutschland müsse sich Gedanken über die Alternativen zu den „Alternativen“ machen, sagt Vassiliadis und schaut wieder zum Fenster. Tiefschwarze Nacht. An den Bäumen vor der Laterne regt sich kein Blatt.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 27. Februar 2017

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Cottbuser demonstrieren für Weltoffenheit und Toleranz

Entspannt und friedlich demonstrierten unser Verein mit rund 800 Cottbusern am Mittwoch unter dem Motto "Cottbus bekennt Farbe" für Toleranz und Weltoffenheit. In zwei Demonstrationszügen aus dem Norden und Süden waren die Demonstranten vor das Staatstheater geströmt.

In der Vergangenheit hatte es am 15. Februar immer wieder Aufmärsche von Neonazis gegeben, die einen Bombenangriff 1945 auf Cottbus ideologisch missbrauchten. So hatte die NPD in den vergangenen Jahren mehrfach "Trauermärsche" durchgeführt.

Auf der Gegenseite versammelten sich jährlich mehrere tausend Bürger der Stadt gegen die Geschichtsverdrehung. Das Bündnis "Cottbuser Aufbruch" hatte sich als Antwort auf die rechten Aufmärsche in Cottbus gegründet und sich unter dem Motto "Cottbus bekennt Farbe" den Neonazis in den Weg gestellt. Mit Erfolg: Nachdem im Vorjahr nur noch gut 40 Personen vor einem Hotel am Cottbuser Bahnhof die NPD unterstützten, verzichteten die Rechten in diesem Jahr gänzlich darauf, eine rechte Demo anzumelden.

Am 15. Februar 1945 hatten mehr als 400 US-Militärmaschinen Cottbus angegriffen und bombardiert. Rund 1.000 Menschen starben bei dem Bombardement. Hauptziel der Angriffe war der Cottbuser Bahnhof, wo ein Munitionszug der deutschen Wehrmacht abgestellt war.

 

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