Die Geschichte des Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

Da der Verein erst vor wenigen Jahren gegründet wurde, ist seine Historie auch schnell erzählt. Im Grunde ist er ein Ergebnis der immer noch aktuellen Debatte um die Tagebauerweiterung und damit die Zukunft der Lausitzer Braunkohle sowie der zunehmend einseitigen und kohlekritischen Berichterstattung in der deutschen Öffentlichkeit. In den vergangenen Jahren wurde die enorme Lobby der Umweltkonzerne und der Erneuerbaren Energien auch in der Lausitz immer deutlicher. Selbst wenn sich die Lausitzer für ihre Heimat mit ihrer Braunkohle stark machten, wurde dies geflissentlich überhört.

In vielen Gesprächen zwischen engagierten Lausitzern, die sich in der Wirtschaft oder in Kommunalverwaltungen für die Region stark machen, wurde der Wunsch nach einer Organisation deutlich, die der Lausitz in der Debatte zwischen Stromkonzernen, Umweltverbänden und Politik eine unabhängige Stimme verleiht und der einseitigen Berichterstattung über die Lausitzer Heimat und ihre Braunkohle mit sachlichen Informationen entgegen wirkt.
Insbesondere Wolfgang Rupieper, ehemaliger Direktor des Cottbuser Amtsgerichts, trieb diese Gespräche voran. Er kam mit der Wende in die Lausitz und erlebte zuvor in seiner westfälischen Heimat die Abwicklung eines Bergbaureviers ohne Alternativplan – mit drastischen Folgen und dem Verlust lebenswerter Heimat für Zehntausende. Das will er in seiner zweiten Heimat, der Lausitz, nun verhindern. Um dem Verein Gewicht zu verleihen, wurden gezielt wichtige Volksvertreter und die Lausitzer Energiewirtschaft sowie die Gewerkschaft der Bergbaukumpel in die Gespräche einbezogen.

Am 01.12.2011 wurde der Verein in Cottbus gegründet, Wolfgang Rupieper wurde einstimmig zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Heute reicht das Spektrum im Vereinsvorstand von der Krankenschwester Lena Kostrewa über den Unternehmer Steffen Söll bis zu Kommunalpolitikern wie Raik Gallas. Inzwischen zählt der Verein viele hundert Mitglieder und Fördermitglieder.

Eine besondere Bedeutung kam dem Verein im Prozess um die Tagebauerweiterung Welzow-Süd zu. Während Greenpeace & Co. bundesweit mit verfälschten Meinungsbildern Stimmen gegen die Tagebauerweiterung sammelten, gewann der Verein allein in der Lausitz im Jahr 2013 über 68.000 Unterschriften für eine Zukunft mit Braunkohle – alle gesammelt:

  1. im persönlichen Gespräch (und nicht über einen Internetklick)
  2. vor Ort in der Lausitz bei den Betroffenen (und nicht bundesweit bei Personen, die mit dem Strukturwandel hier nicht leben müssten)
  3. durch fleißige Helfer in ihrer Freizeit (und nicht bezahlte Studenten und Rentner)

Heute engagiert sich der Pro Lausitzer Braunkohle e.V. in vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Medien, Umweltverbänden und Energieindustrie. Er sorgt zudem als Betreiber des Infoportals www.pro-lausitz.de für Aufklärung und eine Versachlichung der Debatte um die Lausitzer Braunkohle – und damit für eine lebenswerte Zukunft der Heimat.

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Dafür engagiert sich der Verein:

1. Für eine lebenswerte Heimat:

Die Lausitz ist seit über 100 Jahren Bergbauregion und hängt an der Braunkohle. Wirtschaft und Industrie sind ohne sie nicht denkbar, auch die soziale und kulturelle Infrastruktur wird maßgeblich durch sie gefördert. Zehntausende Menschen finden in der Lausitzer Braunkohleindustrie und deren Umfeld gut bezahlte Arbeit. Es gibt keine wirtschaftliche Alternative, eine lebenswerte Heimat braucht die Wertschöpfung aus Braunkohle. Der Verein möchte die Lausitz vor dem Schicksal der Deindustrialisierung und Entvölkerung bewahren.

Eine wichtige Anmerkung:

Es ist völlig unbestritten, dass ein langfristiges Umdenken in Richtung „Grün“ der einzig richtige Weg ist, um nachfolgenden Generationen eine lebensfähige Umwelt zu hinterlassen. Jedoch ist dies NUR unter der Prämisse möglich, diese Energiewende nicht euphorisch und überhastet anzugehen, sondern sozialverträglich für alle Lausitzer. Wie oft vorgeworfen, möchten der Verein NICHT „den Weg in eine saubere Zukunft blockieren“ (Zitat: Greenpeace), sondern diese entschlossen angehen – aber auch bedacht und verträglich für die Menschen der Lausitz. Der heimische Bodenschatz muss noch lange Arbeitsplätze sichern und hat als Brücke zu den Erneuerbaren eine wichtige und leider oft verschwiegene Rolle in der Energiewende zu erfüllen. In dieser Zeit muss ansatzweise „Ersatz“ für den Wegfall der Beschäftigung geschaffen werden – alles anderen wäre Harakiri und löscht die Lausitz als lebenswertes Zuhause für Zehntausende aus!

2. Für die Menschen in der Lausitz:

Während Umweltverbände mit verfälschten Meinungsbildern deutschlandweit Stimmung gegen die Braunkohle in der Lausitz machten, sammelte der Verein allein in der Lausitz über 68.000 Unterschriften für eine Zukunft mit Braunkohle. Die Menschen in der Heimat kennen und lieben die Lausitz wie sie ist: als ehrliches Bergbaurevier inmitten einer wunderschönen Natur. Sie wissen, dass Bergbau und Industrie die Basis für ein Leben hier, für soziale und kulturelle Strukturen bilden. Der Verein gibt ihnen eine Stimme, die weit über die Lausitz hinaus gehört wird.

3. Für mehr Vernunft bei Schutz von Klima & Landschaft:

In der Lausitz steht der weltweit modernste Kraftwerkspark für Braunkohle. In der Lausitz entwickelte und angewandte Technologien dienen als Vorbild für andere Länder und können dem Weltklima helfen. Die Rekultivierung ehemaliger Lausitzer Tagebaue schafft weltweit Vorbilder für Bergbaufolgelandschaften. Wissenschaftler und Studierende verschiedener Lausitzer Hochschulen forschen an innovativen Projekten zum Klimaschutz und zur Landschaftsgestaltung. Vernünftig wäre, diese Erkenntnisse zu erhalten und andernorts anzuwenden. Der Verein will ein Bewusstsein für diese Leistungen schaffen.

4. Für die Beachtung notwendiger und positiver Effekte der Lausitzer Braunkohle:

Die Lausitzer Braunkohle ermöglicht die Energiewende und sorgt bei allen Deutschen für Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit beim Strom. Sie ist Stabilitätsanker für das deutsche Stromnetz. Der Verein will der Bedeutung der Lausitzer Braunkohle für die Allgemeinheit mehr Beachtung verschaffen.

5. Für ein sachliches und konstruktives Handeln:

Zentrales Anliegen des Vereins ist es, alle Akteure in der Debatte um die Lausitzer Braunkohle zu einem fairen, sachlichen und konstruktiven Dialog zusammen bringen.

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Wer steckt hinter dem Verein?

Im Verein engagieren sich Mitglieder quer durch alle Generationen und sozialen Schichten, oft mit engem Bezug zur Bergbauregion, aber immer mit Liebe zur Lausitz. Der Verein strukturiert sich wie folgt:

Vorstand

Wolfgang Rupieper (*1947, Richter im Ruhestand)
Steffen Söll (*1966, Unternehmer)
Bernd Pissulla (*1960, Angestellter)
Lena Kostrewa (*1984, Krankenschwester und Cottbuser Stadtverordnete)
Daniel Biesold (*1979, Angestellter)
Sieglinde Hinzer (*1954, Angestellte)
Marco Bayer (*1968, Angestellter)
Raik Gallas (*1969, Angestellter)
Norman Herrmann (*1980, Geschäftsführer)

Mitglieder

Der Verein zählt mehrere hundert Mitglieder und hat im Mitgliederzuwachs insbesondere seit der positiven Entscheidung für die Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd im Sommer 2014 eine neue Dynamik erfahren. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichsten Bereichen des Lausitzer Lebens und reichen wie im Vorstand quer durch alle Generationen. Mitglieder zahlen einen Monatsbeitrag von 3 Euro pro Monat, ermäßigt 1 Euro pro Monat.

Fördermitglieder

Die Vereinsarbeit wird insbesondere im Rahmen aufwändiger Aktionen wie der Unterschriftensammlung oder Protestaktionen für die Lausitz samt notwendigem Marketing von vielen Fördermitgliedern unterstützt. Inzwischen engagieren sich hier verschiedene Lausitzer Unternehmen aus dem Dienstleistungs-, Tourismus- und Bergbaubereich sowie Privatpersonen – viele ohne direkten Bezug zur Kohleindustrie. Diese vielfältige Unterstützung macht es dem Verein erst möglich, seine Arbeit erfolgreich und öffentlichkeitswirksam zu gestalten. Fördermitgliedschaften sind ab 100 Euro Jahresbeitrag möglich. Deutlich höhere Zuwendungen vieler Fördermitglieder unterstreichen die Bedeutung der Vereinsziele für die Lausitzer Heimat.

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Darum ist der Verein notwendig:

Die Energie-Branche ist von Lobbyismus und widerstreitenden Interessen geprägt wie kaum ein anderer Sektor. Jeder hat seine Zahlen – Energie- und Umweltkonzerne präsentieren Experten und Studien, die zum gleichen Thema zu völlig gegensätzlichen Aussagen kommen. Ausgerechnet in der Lausitz wollen Umweltkonzerne ein Exempel statuieren und den fürs Weltklima völlig unbedeutenden Ausstieg aus der Lausitzer Braunkohle durchsetzen. Sachlichkeit und tatsächliche Notwendigkeiten bleiben außen vor. Inzwischen wird das bundesweite Meinungsbild zur Lausitzer Braunkohle von Umweltkonzernen und der starken Lobby der Erneuerbaren geprägt. Viele Medien und Politiker folgen ihnen. In Berichten über die Lausitz dominieren Schreckensszenarien. Zurück bleiben verunsicherte Bürgerinnen und Bürger, die das Vertrauen verlieren. Würde diese Entwicklung dem Selbstlauf überlassen werden, droht die Lausitz bei dem beständig ausgeübten, wachsenden Druck zum sinnlosen Bauernopfer zu werden. Dies wäre eine politische Entscheidung, die Menschen in der Lausitz würden keine Chance haben, ihre Interessen zu vertreten. Der Verein ist die erste unabhängige Stimme, die die Interessen der deutlichen Mehrheit der Lausitzer Bevölkerung vertritt und für deren Willen nach einer sicheren Zukunft steht. Er ermöglicht es, die Heimat in der Debatte zwischen Umweltverbänden, Energie- und Kohleindustrie und Politik zu vertreten.

An diese Gruppen wendet sich der Verein:

Lausitzer Bevölkerung: Hier unterstützt der Verein vor allem mit Aufklärung und sachlicher Information zur Debatte um die Zukunft Lausitzer Braunkohle. Er hilft gegen die von Umweltverbänden, Politik und Medien verursachte Verunsicherung. Dazu bietet der Verein zu vielen Anlässen wie Heimatfesten oder in seinem Vereinsbüro Bürgergespräche an, von denen in der kurzen Vereinsgeschichte viele Tausend geführt wurden.

Umweltverbände und Braunkohlegegner: Der Verein bemüht sich ebenso um einen konstruktiven Dialog mit Umweltverbänden und Braunkohlegegnern. In diesem Rahmen wird auch mit Greenpeace & Co. über mögliche Entwicklungen gesprochen.

Medien und Politik: Der Verein vertritt die Interessen der Lausitz gegenüber der Kommunal- und Landespolitik. Selbst bei der Besetzung der Parteizentrale DIE LINKE durch Greenpeace-Aktivisten saß der Verein mit am runden Tisch zur Schlichtung des Konflikts. Er ist inzwischen zentraler Ansprechpartner für Medien aus der Region, dem In- und Ausland für Berichterstattungen zur Lausitzer Braunkohle bzw. zur Energiewende.

Energie- und Kohleindustrie: Gegenüber der Energie- und Kohleindustrie setzt sich der Verein für eine faire und sachliche Behandlung der Lausitzer Braunkohle ein. Insbesondere in der Lausitz macht er sich stark, den aus der Wertschöpfung Lausitzer Braunkohle gewonnen Reichtum auch in der Region zu halten.

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