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Teil 4: Lausitzer Braunkohle – der Klimakiller?

Im vierten Teil unserer Reihe „Einfach erklärt“ wollen wir betrachten, ob Lausitzer Braunkohle tatsächlich ein Klimakiller ist und ein Verzicht auf ihre Förderung und Verstromung dem Weltklima helfen würde.

Das erfahren Sie hier

  • Was steckt hinter dem Klimawandel?
  • Welche Rolle spielt die Lausitzer Braunkohle dabei?
  • Warum sind Deutschlands Emissionen fürs Weltklima bedeutungslos?
  • Versagt die deutsche Energiewende bei der Minderung von CO2-Emissionen?
  • Warum kann Lausitzer Braunkohle dem Weltklima sogar helfen?

 

Im vierten Teil unserer Reihe „Einfach erklärt“ wollen wir betrachten, ob Lausitzer Braunkohle tatsächlich ein Klimakiller ist und ein Verzicht auf ihre Förderung und Verstromung dem Weltklima helfen würde. Bitte beachten Sie, dass hierbei aus den vorhergehenden Teilen Informationen wiederholt werden, wenn sie für das Verständnis dieses Themas hilfreich scheinen.

Gliederung

1. Der Klimawandel

2. Klimaziele und die Politik

3. Die Klimaeffekte der Lausitzer Braunkohle

4. Einfluss der Energiewende auf CO2-Emissionen

Fazit

 

1. Der Klimawandel

Der Klimawandel bezeichnet die Veränderung des Klimas auf der Erde, ganz unabhängig von den Ursachen. Als Grundlage wird dabei meist die Temperatur auf der Erde herangezogen. Auch in der jüngeren Geschichte unseres Planeten gab es einen beständigen Wechsel von Warm- und Kaltzeiten. Selbst vor wenigen tausend Jahren, als es noch keine Industrie und keine von ihr verursachten Emissionen gab, betrieben die Wikinger während der letzten kleinen Warmzeit an Grönlands Küsten Ackerbau und Viehzucht. Der Klimawandel existiert also schon immer und wird maßgeblich in Zeiträumen von Jahrtausenden durch langfristige Veränderungen der Sonneneinstrahlung bestimmt. Heute wird in der öffentlichen Diskussion der Klimawandel leider meist nur mit den vermeintlich menschlich verursachten Veränderungen am Weltklima gleich gesetzt. In den letzten Jahrzehnten warnen insbesondere Umweltverbände und Klimawissenschaftler mit Verweis auf menschlich verursachte Klimaveränderungen immer deutlicher vor einer zunehmenden globalen Erwärmung, dem Abschmelzen des Polareises oder einer deutlichen Steigerung bei Klimakatastrophen wie Stürmen oder Überschwemmungen. Dafür wird meist der Begriff „anthropogen“ (altgriechisch ánthropos „Mensch“, mit dem Verbalstamm gen- „entstehen“ = das durch den Menschen Entstandene) verwendet. Zentral betrachtet werden dabei in der Regel die vom Menschen verursachten Emissionen – und hier vor allem der CO2-Ausstoß.

Dadurch entsteht oft der Eindruck, dass der Mensch die einzige Ursache und der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß die Hauptursache für den vermeintlichen Klimawandel ist und langfristige, vom Menschen unabhängige Prozesse hier keine Rolle spielen. In der Wissenschaft sind die Ursachen für den Klimawandel unserer Zeit entgegen des Eindrucks, der sich aus der öffentlichen Berichterstattung für viele Menschen ergeben mag, durchaus umstritten. Das beweist auch ein Blick in die vergangenen Jahre: so steigt die globale Mitteltemperatur seit mindestens 15 Jahren nicht mehr an, obwohl durch den Menschen verursachte CO2-Emission beständig zunehmen. Innerhalb statistischer Ungenauigkeiten wollen einige sogar eine gering fallende Tendenz festgestellt haben. Offensichtlich stimmten die mathematischen Modelle nicht bzw. gab und gibt es weitere unbekannte Einflüsse. Auch eine Zunahme an Wetterkatastrophen wird jeder seriöse Meteorologe verneinen. Vor wenigen Jahren wurde in dem Ozonloch eine große Gefahr gesehen, auch mit dieser wurden CO2-Emissionen und deren vermeintliche Klimaschäden aus der Kohleenergie in einen engen Zusammenhang gebracht. Im September 2014 verwies ein UN-Bericht darauf, dass sich die Ozonschicht wieder erholt und schon bald die Werte von vor 35 Jahren erreicht werden. Der Verzicht auf ozonschädliche Stoffe und Chemikalien, vor allem FCKW, wird vor allem als Ursache für diese positive Entwicklung gesehen. Dennoch warnen Umweltpolitiker auch in diesem Zusammenhang weiter vor CO2-Emissionen.

tl_files/content/Einfach_erklaert/Teil 4 - Lausitzer Braunkohle der Klimakiller/Eisberge.jpgGerade im Herbst dieses Jahres warf eine weitere Erkenntnis Fragen auf: ein gewaltiger Eiszuwachs an den Polen überraschte Klimaforscher. Macht die Erderwärmung Pause? Auch die Sonnenaktivität hat empfindlich abgenommen. Für die Klimawandel-Propheten passt das so gar nicht ins Bild: Denn an den Polen von Mutter Erde herrscht ganz entgegen der Prognosen einer kompletten Polschmelze plötzlich ganz im Gegenteil sogar ein Eiszuwachs wie seit Jahrzehnten nicht.

Auf der anderen Seite belegen Forschungen einen langfristigen Temperaturanstieg seit Beginn der Industrialisierung. Hier kann ein Zusammenhang mit den Emissionen bestehen, die bei vielen industriellen Prozessen entstehen. Dennoch: Auch wenn es als klimaschädlich eingestuft wird, ist der Wissenschaft bis heute kein experimenteller Beweis gelungen, dass CO2 in der Erdatmosphäre zur Klimaerwärmung beiträgt. Das Klima wandelt sich also ständig, unklar ist bis heute die Bedeutung des menschlichen Anteils daran.

 

2. Klimaziele und die Politik

Mit der deutschen Energiewende will die Bundesregierung unsere Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 40 % verringern. Es gibt verschiedene Treibhausgase, als zentraler Messwert dient hier aber immer die CO2-Emission. Durch die seit Jahren von einem positiven Meinungsbild zur Energiewende geprägte Medienberichterstattung glauben viele Deutsche, dass unser Land hier in der Welt mit gutem Beispiel vorangeht und auf einem guten Weg ist. Leider ist das überhaupt nicht so. Sehr deutlich machte das Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der das im Frühjahr 2014 auf einer öffentlichen Veranstaltung auch in klare Worte fasste: „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht ... für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte“. Die deutsche Energiewende läuft in Wahrheit ins Nichts und ist seit dem 2. Weltkrieg die größte Kapitalverbrennung auf deutschem Boden, kein Land der Welt empfindet den deutschen Weg als beispielhaft und folgt ihm. Leider findet eine intensive, kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Energiewende derzeit weder in der Politik noch in den Medien statt. Die Gründe dafür finden Interessierte in den vorhergehenden Teilen 2 und 3 dieser Reihe erläutert.

Auf europäischer Ebene sucht man trotz positiver Meldungen in deutschen Medien ebenso vergeblich nach tatsächlich verbindlichen und einheitlichen Vereinbarungen, die eine Erklärung für den deutschen Sonderweg liefern könnten. Wo Industrie eine wichtige Rolle spielt, da entstehen auch Emissionen. Da Industrie in jedem Industrieland die Grundlage für Wohlstand ist, wird auch keines dieser Länder freiwillig auf eine Wettbewerbsfähigkeit seiner Industrie verzichten. Viele Kompromisse und Sonderregelungen für EU-Länder, deren Industrie stark mit der Nutzung fossiler Energieträger einhergeht, findet man deshalb selbst auf europäischer Ebene. Vor diesem Hintergrund ist auch beim europäischen Emissionshandel, in dessen Rahmen Industrieunternehmen für ihre CO2-Emissionen einen Preis bezahlen müssen, keine Veränderung bei den derzeit sehr geringen Preisen zu erwarten. Ein tatsächlicher Anreiz zur Vermeidung von CO2-Emissionen besteht in vielen EU-Ländern nicht.

tl_files/content/Einfach_erklaert/Teil 4 - Lausitzer Braunkohle der Klimakiller/Weltkarte.jpgNoch spannender wird dies mit einem Blick auf weltweite Klimaziele. Selbst die sehr geringfügigen Standards des Kyoto-Protokolls aus dem Jahr 1997 haben weltweit keine Verbindlichkeit. Enorme Ausnahmen für Schwellenländer wie China und der Fakt, dass Industrieländer wie die USA und Australien dem Protokoll nie beigetreten sind, oder andere Länder wie Kanada sogar wieder ausgetreten sind, sprechen für sich. Es gibt keine weltweit verbindlichen Klimaziele. Wer vor diesem Hintergrund die fürs Weltklima inzwischen kaum spürbare Rolle deutscher CO2-Emissionen genau betrachtet, wird die heftige Debatte um den Ausstieg aus der Lausitzer Braunkohle wegen ihrer vermeintlichen Klimawirksamkeit nicht mehr verstehen können.

3. Die Klimaeffekte der Lausitzer Braunkohle

Greenpeace & Co. zeichnen in Schreckensszenarien mit dampfenden Schloten und schwarzem Himmel seit geraumer Zeit gerade mit Blick auf die Lausitz ein Bild vom „Klimakiller Braunkohle“, ganz abgesehen von deren Auswirkungen auf Landschaft und Bevölkerung. Viele Menschen in Deutschland glauben inzwischen daran, das mit dem Ausstieg aus der Lausitzer Braunkohle dem Weltklima geholfen sei und dieser Ausstieg ein Signal wäre, mit dem wir Deutschen vorangehen und das weltweit von Bedeutung wäre. Selbst in der Lausitz sind viele Bewohner von Medienberichten mit dieser Anmutung irritiert. Doch wie sieht die Realität aus?

Alle fossilen Energieträger – wie Braunkohle, Steinkohle, Erdgas oder Erdöl – geben den im Brennstoff gespeicherten Kohlenstoff bei der Verbrennung in Form von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre ab. Dabei entsteht bei der Gewinnung einer Kilowattstunde Strom aus Braunkohle etwa drei Mal so viel CO2 wie z.B. beim Erdgas. Bei der Verstromung auch der Lausitzer Braunkohle wird je erzeugter Kilowattstunde Strom ca. 1 Kilogramm CO2 freigesetzt. Den großen Anteil der CO2-Emissionen aus Lausitzer Braunkohle wird also niemand leugnen. Da der Klimawandel aber die gesamte Erdatmosphäre betrifft, müssen die Emissionen aus der Verstromung Lausitzer Braunkohle auch ins Verhältnis zum gesamtdeutschen und vor allem zum globalen CO2-Haushalt gesetzt werden. Bei dieser Betrachtung wird sehr schnell ihre Bedeutungslosigkeit fürs Weltklima klar.

Weit über 95 % des globalen CO2-Umsatzes bzw. -Kreislaufs beruhen auf geologischen, biologischen u. a. natürlichen Vorgängen. Man geht davon aus, dass die aus der weltweiten Verbrennung fossiler Energieträger verursachten Emissionen nur 2 bis 3 % ausmachen. In diesen wenigen Prozenten steckt also weltweit die Nutzung aller Braunkohle-, Steinkohle-, Gas- und Erdölvorräte. Natürlich können auch Schwankungen dieser geringen Größenordnung das sensible natürliche Gleichgewicht stören. Doch welche Rolle spielt Deutschland – und welche Rolle wiederum der Anteil Lausitzer Braunkohle im Rahmen dieser weltweiten 2 bis 3 %? Genau das verdeutlichen aktuelle Zahlenreihen des Bundeswirtschaftsministeriums, die gerade in diesem Sommer veröffentlicht wurden:

 

Bild 1 Entwicklung der CO₂-Emissionen der Jahre 1990 bis 2013

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Bild 2 Erwartete Entwicklung der CO₂ Emissionen

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Es reicht schon ein Blick, um zu erkennen, dass deutsche Emissionen im Weltmaßstab gar keine Rolle spielen. Zudem machen die Zahlenreihen deutlich, wie stark der Energiebedarf auf der Welt zunimmt – und das hierzu auch in kommenden Jahrzehnten der Anteil fossiler Energieträger gesteigert wird. Insbesondere expandierende Industrieländer wie China und Schwellen- und Entwicklungsländer stehen hier teils noch am Anfang einer dynamischen Entwicklung. Die genauen Zahlen der zu erwartenden Veränderungen der CO2-Emissionen machen das ebenso deutlich:

Tabelle 1 - Veränderungen der CO₂-Emissionen

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Sollte Deutschland seine engagierten Ziele einhalten und bis 2040 tatsächlich 163 Mio Tonnen CO2 einsparen, wäre das bei der weltweiten Zunahme um 10.836 Mio Tonnen schlichtweg nicht spürbar. Welche Rolle spielt aber in diesem zunehmend verschwindend geringen Anteil Deutschlands wiederum die Lausitzer Braunkohle?

In Deutschland wird bei vielen Prozessen zur Energiegewinnung CO2 emittiert. Insgesamt 84 % des deutschen Endenergieverbrauchs wird derzeit durch fossile Energieträger abgesichert, dazu zählen neben der Stromerzeugung vor allem Verkehr, Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme. Der gesamte deutsche Kohlestrom macht gerade einmal knapp 9% des deutschen Energieendverbrauchs aus – und in diesem stecken neben der Verstromung Lausitzer Braunkohle auch die Braunkohle aus dem Rheinischen Revier und die Emissionen vieler deutscher Steinkohlekraftwerke. Lausitzer Braunkohle ist heute für unter 10% der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Schon die globale Betrachtung beweist die Bedeutungslosigkeit deutscher Emissionen für einen vermeintlich menschlich verursachten Klimawandel. Sieht man zudem, welchen Anteil Lausitzer Braunkohle an diesen deutschen Emissionen hat, sollte wirklich jedem klar sein, wie bedeutungslos die Lausitzer Braunkohle für das Weltklima ist. Natürlich mögen Zahlen wie einige Hundert Millionen Tonnen CO2-Emission allein durch die Lausitzer Braunkohlekraftwerke viele Menschen beeindrucken, wer kennt auch schon die Zahl von global jährlich 550 Gigatonnen weltweiter CO2-Emission und kann dies dann auch noch ins Verhältnis setzen? Zusammengenommen mit düsteren Bildern dampfender Schornsteine – viele Medien verwenden hier immer wieder die Kühltürme der Kraftwerke, aus denen aber nur Wasserdampf aufsteigt – wird ein Meinungsbild vom Klimakiller Lausitzer Braunkohle bedient, das einfach nichts mit der Realität zu tun hat. In Wahrheit berühren die Emissionen aus Lausitzer Braunkohlekraftwerken weder das Weltklima, noch würde irgendein Land auf der Welt ein Ausstieg aus der Lausitzer Braunkohle als Signal oder gar Maßnahme zum Nachahmen empfinden.

Auch wenn vollständige Klarheit zur „Klimawirksamkeit“ des CO2 nicht besteht bleibt ein wesentliches Ziel der Kohlekraftwerksbetreiber, die Emissionen – und zwar alle! – zu senken. Es muss einmal klar gesagt werden, dass mögliche Klimaeffekte aus Lausitzer Braunkohle wenn überhaupt, so doch völlig unbedeutend sind und es bei der Diskussion der Umweltverbände nicht ums Weltklima gehen kann – es wird ebenso klar, dass Lausitzer Braunkohle kein „Klimakiller“ sein kann.

Eine interessante, für Lausitzer Braunkohle positive Betrachtung findet hingegen in der deutschen Öffentlichkeit nur selten statt – sie betrifft den technologischen Fortschritt der Lausitzer Kraftwerke. Die Lausitz verfügt über den modernsten Braunkohlekraftwerkspark der Welt. Nach der Wende wurden Schadstoffemissionen mit Milliarden-Investitionen reduziert, am Beispiel des von Kohlekritikern als „Dreckschleuder“ bezeichneten Kraftwerks Jänschwalde mit folgenden Auswirkungen:

Reduzierung der Schadstoffemissionen durch Umweltschutztechnik im Kraftwerk Jänschwalde
(2011 gegenüber 1990)

• um 95 % bei Staub
• um 94 % bei Schwefeldioxid
• um 48 % bei Stickoxid

tl_files/content/Einfach_erklaert/Teil 4 - Lausitzer Braunkohle der Klimakiller/China.jpgDer sogenannte „saure Regen“, der einst großflächig Waldschäden verursachte, wurde vorwiegend durch Emissionen aus ostdeutschen und tschechischen Kohlekraftwerken verursacht. Durch die Schadstoffreduktion existiert dieses Problem nicht mehr. Niemand in der Lausitz läuft mit einem Mundschutz durch die Gegend – wie manche Botschaft der Kohlegegner das Menschen in lausitzfernen Regionen glauben machen mag. Das ist hingegen in China der Fall, wo viele Kraftwerke nicht über entsprechende Technologien verfügen.

Für das Weltklima relevant könnten damit vor allem Innovationen im Lausitzer Braunkohlekraftwerkspark werden, die den Wirkungsgrad steigern und die Kraftwerke flexibler machen. Je höher der Wirkungsgrad ist, desto weniger CO2 wird je erzeugter Kilowattstunde Strom emittiert. Ein im Kraftwerk Boxberg im Jahr 2012 in Betrieb genommener Block sorgt durch den weltweit beachtlichen Wirkungsgrad von 43,7 % für etwa 20 % weniger CO2 pro erzeugter Megawattstunde. Im Herbst 2014 startete am Kraftwerk Jänschwalde ein Pilotversuch mit einer neuen Feuerung, die ebenso den Wirkungsgrad erhöht. Viele weitere Forschungsprojekte und technologische Innovationen führten und führen auch weiterhin dazu, dass Lausitzer Kraftwerke beispielgebend für die klimaschonende Verstromung von Braunkohle sind.

tl_files/content/Einfach_erklaert/Teil 4 - Lausitzer Braunkohle der Klimakiller/Kraftwerk.jpgWürde man ihren technologischen Fortschritt weltweit zum Standard erklären, ließe sich tatsächlich eine beträchtliche Reduktion der CO2-Emissionen erreichen. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern erfüllen selbst viele neugebaute Kraftwerke nicht einmal annähernd Lausitzer Standards. Mit einem Ausstieg aus der Lausitzer Braunkohle würde auch der weitere technologische Fortschritt vernichtet. Die Wahrheit, die Kohlegegner nicht hören wollen: ausgerechnet die Lausitzer Braunkohle kann als gutes Beispiel für die Welt herhalten und mit ihren Technologien und Innovationen eine Vorbildfunktion einnehmen – damit wäre dem Weltklima tatsächlich geholfen.

4. Einfluss der Energiewende auf CO2-Emissionnen

Schaut man sich die deutsche Energiewende und die Reduktion der CO2-Emissionen seit ihrer Einführung an, ergibt sich ein überraschendes Bild. Mit knapp über 20 % CO2-Reduktion im Vergleich zum Jahr 1990 wurden bereits Anfang der 2000er Jahre die Vorgaben des Kyoto-Protokolls erreicht. Dabei ist nirgends in den Medien zu finden, was eigentlich die bisherige Einsparung an Emissionen ausmacht. Zur Wende wurden in der damaligen DDR jährlich 300 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert und zur Energiegewinnung genutzt. Nach der Wende brach die marode Ostwirtschaft in sich zusammen, die neuen Bundesländer wurden zu großen Teilen deindustrialisiert. Auch in der Lausitz sind viele Betriebe verschwunden, der Energiebedarf brach entsprechend zusammen. Seit Jahren werden in den Ostrevieren nur noch rund 70 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr gefördert. Die Differenz – rund 230 Millionen Tonnen Braunkohle, die in etwa 230 Millionen Tonnen eingespartem CO2 pro Jahr entsprechen – korreliert auffällig mit der gesamten Einsparung Deutschlands seit 1990. Die bislang eingesparten Emissionen sind demnach vor allem ein Ergebnis der Deindustrialisierung Ostdeutschlands. Alle anderen Maßnahmen der deutschen Energiewende, selbst der gigantische Ausbau Erneuerbarer Energien, tragen offensichtlich wenig Früchte.

Ganz im Gegenteil hat die Energiewende hier inzwischen sogar einen offensichtlichen, gegenläufigen Effekt. Zwischen 2000 und 2012 stiegen trotz enormem Ausbau der Erneuerbaren Energien allein die durch Stromerzeugung verursachten Emissionen von 310 (über 292) auf 317 Mio. Tonnen jährlich an. Ursachen dafür liegen im überhasteten, ungeplanten und europäisch nicht abgestimmten Abschalten von Kernkraftwerken und auch im erhöhten spezifischen Brennstoffbedarf konventioneller Kraftwerke infolge vieler Lastwechsel zum Ausgleich der unsteten Erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne.

Fazit

tl_files/content/Einfach_erklaert/Teil 4 - Lausitzer Braunkohle der Klimakiller/Kraftwerkstechnik.jpgUnterm Strich ergibt sich für die Lausitzer Braunkohle eine klare, für viele aber sicher überraschende Bilanz: Die positiven Effekte für das Weltklima überwiegen sogar. Während Emissionen aus Lausitzer Braunkohle für das Weltklima und einen vermeintlichen Klimawandel zu vernachlässigen sind, können Lausitzer Technologien und Innovationen im Weltmaßstab tatsächlich etwas bewirken. Auch wenn es bei Greenpeace & Co. und auch vielen Medien nicht ins Bild passen mag: Lausitzer Braunkohle kann dem Weltklima tatsächlich helfen, wenn sie weiter mit Innovation und technologischem Fortschritt einhergeht. Hier liegt auch der große Vorteil der Lausitzer Braunkohle selbst gegenüber anderen deutschen Kohlekraftwerken mit vergleichsweise veralteter Technik.

 

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