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Lausitzer Braunkohle ein „Klimakiller“? Das ist Quatsch!

Anhand vieler Fakten stellt Dr. Wolfgang Rasim das Hauptargument der Umweltverbände gegen die Verstromung nicht nur Lausitzer Braunkohle infrage – und zeigt, warum wir Deutschen mit der Energiewende in anderen Ländern für „Bekloppte“ gehalten werden.

1. Braunkohle- (BK)-Verstromung und CO2-Emissionen

Die spezifische CO2- Emission bei der Braunkohle-Verbrennung beträgt  0,4 kg CO2/kWh Primärenergiegehalt. Bei den Energieträgern Steinkohle, Heizöl HEL und Erdgas beträgt diese Emission nur 0,33; 0,26 und 0,19 kg CO2/kWh . Ursachen sind hier ein geringerer Wasseranteil und ein höheres Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff  in den Energieträgern, denn bei der Verbrennung von Wasserstoff entsteht Wasser und bei Kohlenstoff bildet sich Kohlendioxyd CO2.

Der Primärenergiegehalt entspricht etwa dem Heizwert, bei Braunkohle liegt dieser stark schwankend bei 8500 kJ/kg bzw. 2,36 kWh/kg. Für Steinkohle, Heizöl HEL und Erdgas H gilt 8,25 kWh/kg, 11,9 kWh/kg und 10 kWh/m³. Die Umrechnung von kJ in kWh ist über das Energieäquivalent 1 J = 1 Ws (Joule gleich Wattsekunde) möglich. Wegen des relativ geringen Heizwertes von Braunkohle sind lange Transportwege unwirtschaftlich, so dass sich Braunkohle-Kraftwerke üblicherweise mit wenigen Kilometern Abstand in Grubennähe befinden.

Die Braunkohle-Verstromung in neueren deutschen Kondensationskraftwerken erfolgt bei Nennlast  mit einem elektrischen Wirkungsgrad von. 40 … 43 % bzw. 0,4 …0,43; d. h. es ergibt sich ein Ertrag von 0,4 …0,43 kWh Elektroenergie je kWh Primärenergie. Wird die o. g. spezifische CO2- Emission durch diesen Ertrag dividiert, folgt eine Emission von ca. 1 kg CO2 je kWh Elektroenergie. Dieser Wert mit einer Toleranz von ca. 10 % ist bei Befürwortern und auch Gegnern der BK- Verstromung unumstritten.
Demzufolge müsste bei hohem Wind- und Sonnenstromangebot und adäquater Drosselung der BK- Kraftwerke eine Verminderung der CO2- Emissionen eintreten. Auf Grund der unsinnigen deutschen Energiepolitik (Atomausstieg, CO2-Zertifikatehandel, EEG u. a.) und des erhöhten spezifischen Brennstoffbedarfs der konventionellen Kraftwerke durch häufigen Lastwechsel zum Ausgleich der unsteten sog. Erneuerbaren Wind und Sonne stiegen in den letzten Jahren die Emissionen durch Stromerzeugung in Deutschland erheblich. Lediglich der Erdgaseinsatz dafür verminderte sich.

2. Brandenburger Einwohner seien größere „Klimasünder“ als US- Bürger?

Grüne Politiker behaupten, dass wir durch die Braunkohleverstromung mit den spezifischen CO2- Emissionen (Tonnen Kohlendioxid je Einwohner und Jahr) sogar die USA mit ihren 16,4  t CO2/EWa  (LR v. 15.07.) übertreffen. Ältere Statistiken (VIK) bescheinigten den Staaten für 1999 noch 20,5 t. Für Deutschland werden 9,7 und die Welt ca. 4 t CO2/EWa  angegeben.

Die Brandenburger BK- Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und bis nach Senftenberg mit ihrer installierten Leistung von ca. 4 740 MW liefern bei o. g. Wirkungsgrad  und 7 000 Volllaststunden mit jährlich 33 TWh (Mrd. kWh) Elektroenergie 5,5 % des deutschen Stromverbrauchs und emittieren damit 33 Mio. t CO2. Allein damit ergäben sich für unsere 2.5 Mio. EW eine Emission von 13,2 t CO2/EWa  und mit dem zusätzlichen Anteil für Gebäudeheizung, Verkehr u. a. werden die 20 t überschritten.

Allein das Verhältnis der 2,5  Mio. EW (3,1 % von D) zu den genannten. 5,5 % nur aus BK- Strom, ohne die vielen anderen Erzeuger in unserem Bundesland, zeigt, dass die o. g. Behauptung irreführend und regelrecht volksverdummend ist. Weiterhin beträgt unser  Stromverbrauch nur ca. 15 TWh/a, also der Elt- Export nach Berlin und in andere Bundesländer überwiegt. Was können wir dafür, dass die hier vorkommende Kohle aus o.g. Grund vor Ort verstromt wird?

3. Einfluss auf die globale CO2- Bilanz und das Weltklima

Während 97 bis 98 % des globalen CO2-Umsatzes  bzw. –Kreislaufs auf geologischen, biologischen u. a. natürlichen Vorgängen beruht, betragen die aus der Verbrennung fossiler Energieträger herrührenden Emissionen nur ca. 2 bis 3 %. Letztere stiegen seit 1990 von 23 auf über 34 Mrd. t/a, also um fast 50 %! Dazu tragen Deutschland mit ca.850 Mio. t/a 2,5 %; die EU 15 % und alle Brandenburger BK-Kraftwerke 0,1 % bei. Diese gewaltige Steigerung erfolgte trotz unzähliger Klimakonferenzen, des Kyoto- Protokolls (DER SPIEGEL 42/2011: „Klinisch tot“) und der übrigen Propaganda.

Bezüglich der CO2- Emissionen kommt es jedoch noch schlimmer, denn die Internationale Energieagentur IEA sagte für die nächsten Jahrzehnte eine Steigerung des weltweiten Energiebedarfs um 30 % voraus, und dies überwiegend auf Basis fossiler Energieträger.

Zum Glück sind die von den „Klimawissenschaftlern“ angekündigten Szenarien (das sind keine Prognosen) nicht eingetroffen, denn entgegen ihren früheren Aussagen blieb die globale Durchschnittstemperatur trotz gestiegenen CO2- Anteils in der Atmosphäre in den letzten 15 Jahren annähernd konstant, innerhalb statistischer Ungenauigkeiten wollen einige sogar eine gering fallende Tendenz festgestellt haben. Offenbar stimmten die mathematischen Modelle nicht oder es wurden wichtige Eingabedaten vergessen. Was soll auch von einem sog. Weltklimarat erwartet werden, der uns diese Horrorszenarien offenbart und es in einem Bericht zuließ, dass auf Grund eínes Zahlendrehers das Abschmelzen der Himalaja- Gletscher für 2035 vorausgesagt wurde? Wo waren hier die tausend Wissenschaftler, die angeblich diese Theorien stützen?  Andere Falschaussagen, z. B. die Fehler in der sog. Hockeystick-Kurve von M. Mann seien nur am Rande erwähnt. Es gibt weltweit Hunderte Wissenschaftler, darunter viele Nobelpreisträger, die diese Hypothese vom menschlich verursachten Klimawandel durch das Spurengas Kohlendioxid in der Atmosphäre negieren oder stark anzweifeln. Diesen Wandel gab es nämlich schon immer und ohne Mitwirkung der Menschen. Es existieren ja noch die Sonne mit ihrer eigentlich nicht konstanten Solarkonstante, die auf der Erde mit ca. einem Kilowatt pro Quadratmeter einstrahlt, weiterhin die von der Weltraumstrahlung beeinflusste Wolkenbildung, das Methan und andere Gase sowie viele andere Einflüsse.
In einem E-Mail-Austausch mit Prof. Levermann vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung PIK war dieser vor mehreren Jahren nicht willens, meine kritischen Fragen zu diesen Klimamodellen zu beantworten. Beispielsweise die Frage, warum vor über tausend Jahren die Wikinger an Grönlands Küsten Ackerbau und Viehzucht betrieben, obwohl noch keine Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen als sog. Dreckschleudern die globale Temperatur erhöhen konnten.

Insofern ist es lächerlich, wenn Städte oder Gemeinden mit einer sog. Klimaneutralität die Welt retten wollen. Da auch die Energiewende dazu gedacht ist, mit einer Minderung der CO2-Emissionen dieses Ziel zu erreichen, sei aktuell die Äußerung von Michael Fuchs (CDU, MdB, Unions- Fraktionsvize) im Spiegel 33/2014 vom 11.08. im Beitrag „Dekadente Gesellschaft“ auf S. 34 zitiert: … „Es ist ein Skandal, dass wir für die kommenden 20 Jahre jedes Jahr 24 Milliarden Euro an Subventionen in erneuerbare Energien stecken.“ Dass wir in anderen Ländern wegen der Energiewende für Bekloppte gehalten werden, hat Energieminister Gabriel ja bereits öffentlich geäußert.

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