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Nachfrage nach Lausitzer Braunkohlestrom bleibt auf hohem Niveau

Braunkohlestrom aus der Lausitz ist allen Wunschprognosen seiner Kritiker zum Trotz ein gefragtes Produkt. Das bestätigte die Leag während der jüngsten Sondersitzung des Brandenburger Braunkohlenausschusses in Cottbus. So blieben anders als beispielsweise vom DIW vorausgesagt die jährlichen Betriebsstunden der Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg seit 2014 recht stabil auf hohem Niveau.

In der Diskussion um die Braunkohlenpläne für die Erweiterungsfelder der Tagebaue Welzow-Süd (Brandenburg) und Nochten (Sachsen) hatte Braunkohlekritiker Prof. Christian von Hirschhausen im Namen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Frühjahr 2013 zwei Gutachten vorgelegt. Darin unterstellte er für die Auslastung der Braunkohlekraftwerke eine „jährliche Minderung von 2,2 Prozent“.

Von Hirschhausen hatte mit seinen Gutachten versucht das Argument zu untermauern, die Erweiterungsfelder seien energiewirtschaftlich nicht notwendig. Tatsächlich lagen nach Auskunft von Kraftwerksbetreiber Leag die Lausitzer Braunkohlekraftwerke zuletzt mit Volllaststunden zwischen knapp 7000 und etwa 7800 im Jahr deutlich über den Prognosewerten des DIW.

Kohlekritiker von Hirschhausen widersprach seinerzeit dem Energieexperten Prof. Georg Erdmann. Erdmann, der an der TU Berlin das Fachgebiet Energiesysteme leitet und Mitglied der unabhängigen Expertenkommission der Bundesregierung zum Monitoring der Energiewende ist, hatte in eigenen Gutachten im Auftrag der Landesregierungen Brandenburg und Sachsen keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Nutzung der Erweiterungsfelder gelassen.

In seinem Fazit zum Tagebau Welzow-Süd betonte Erdmann: „Würde man die bestehenden hocheffizienten Braunkohlekraftwerke aus Mangel an Brennstoffversorgung (...) nicht mehr weiter nutzen können, wäre die Elektrizitätsversorgungslücke zwischen der Nachfrage und der intermittierenden Erzeugung aus Windkraft und Photovoltaik nur dadurch zu schließen, dass der Aufbau von thermischen Ersatzkraftwerken (vor allem Gasturbinen) massiv gefördert wird, etwa durch Zahlungen von Kapazitätsprämien. Dies würde zu weiter steigenden energiewirtschaftlichen Gesamtkosten und einer größeren Abhängigkeit von Erdgasimporten führen.“

Erdmann zeigte sich in seinen Gutachten überzeugt, dass der Braunkohlenstrom in hohem Maße gefragt bleiben wird. Da zudem die Braunkohlenverstromung in den neuen Bundesländern kein Hemmnis für das Erreichen der langfristigen CO2-Reduktionsziele sei, riet er auch noch später von politischen Interventionen zulasten der Betreiber der Braunkohlekraftwerke ab.

Quellen: lr-online vom 16. Mai, Gutachten von Prof. Christian von Hirschhausen und Prof Georg Erdmann aus den Jahren 2013

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