Aktuelles vom Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

Gemeinsame Einladung von Fridays for Future Gruppen aus Sachsen und Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

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Einfach mal miteinander reden

Es war ein Experiment: der Verein Pro Lausitzer Braunkohle und sächsische Gruppen von Fridays for future haben zusammen zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Heraus kam durchaus Überraschendes. Die Diskutanten hörten sich zu und interessierten sich ernsthaft für die Perspektive des Gegenübers.

Gemeinsame Einladung von Fridays for Future Gruppen aus Sachsen und Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

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Gegen eine weitere Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft

Gemeinsame Einladung von Fridays for Future Gruppen aus Sachsen und Pro Lausitzer Braunkohle e.V.
26. November 2019, Beginn 18.15 Uhr, Einlass ab 17.45 Uhr
Audimax 1, Zentralcampus BTU Cottbus Senftenberg
Platz der Deutschen Einheit 1, 03046 Cottbus

Auch wenn wir (Fridays for Future und Pro Lausitzer Braunkohle e.V.) in vielen Punkten unterschiedlicher Ansichten sind, so gibt es in wesentlichen Positionierungen dennoch Übereinstimmung. Wir beobachten, wie sich die Gesellschaft immer weiter aufspaltet, wie gerade bei den Themen Klimaschutz und Energiewende polarisiert wird und unterschiedliche Interessengruppen mit Vorurteilen übereinander reden, statt miteinander Verständnis zu entwickeln. Meinungen über „die Anderen“ werden oft gebildet, ohne vorher überhaupt den Dialog gesucht zu haben. Das wollen wir ändern.

Der erste Schritt zu einem Dialog ist diese Einladung, in der gemeinsame Ansichten herausgestellt werden, um im zweiten Schritt eine öffentliche Podiumsdiskussion am 26.11.2019 im Audimax der Cottbuser Universität durchzuführen. Dort werden wir nicht nur unsere unterschiedlichen Positionen vortragen, sondern versuchen auch, die Perspektiven der jeweils anderen Sichtweise zu betrachten und zu verstehen.

Diese beiden Schritte sehen wir als wichtigen Auftakt, um die Debatte um Klimaschutz und Kohleausstieg zu versachlichen und über ein Verständnis für teils sehr konträre Positionen einen konstruktiven Diskurs anzustoßen. Wir sehen die Lausitz, in der die gesellschaftlichen Auswirkungen der deutschen Energiewende und Klimaschutzpolitik schon jetzt am deutlichsten spürbar sind, als richtigen Ort für diesen Impuls einer Annäherung. Wir wollen ein wichtiges Zukunftsthema von den Rändern zurück in die Mitte der Gesellschaft holen.
Jeder Mensch, der an einem ehrlichen Dialog interessiert und bereit ist, Verständnis für jeweils Andersdenkende zu zeigen, ist herzlich eingeladen:

26. November 2019
Beginn 18.15 Uhr, Einlass ab 17.45 Uhr

Audimax 1, Zentralcampus BTU Cottbus Senftenberg
Platz der Deutschen Einheit 1, 03046 Cottbus

Eintritt frei

Bei Nachfragen steht Ihnen gern Wolfgang Rupieper, Vorstandsvorsitzender des Pro Lausitzer Braunkohle e.V., zur Verfügung:

Tel.: 0355/289 2226
E-Mail: info@prolausitzerbraunkohle.de

Gern erhalten Medienvertreter durch unsere Geschäftsstelle den direkten Kontakt zum Ansprechpartner von Fridays for Future, Kevin Bauch (Fridays for Future Dresden).

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Wir sind Laut für unsere Lausitz

Zum ersten Adventswochenende meldet sich das Aktionsbündnis "Ende Gelände" in der Lausitz an. Sie wollen für einen sofortigen Kohleausstieg demonstrieren und bewusst "Grenzen" überschreiten. Daher laden wir recht herzlich zu 2 Veranstaltungen ein:

Wichtig: Zusammentreffen mit "Ende Gelände" bei unseren Veranstaltungen sind ausgeschlossen. Es ist sicher!

Wir wollen am 29.11.2019 in einem gemeinsamen Schulterschluss vom Kommunalen Bündnis „Lausitzrunde“ sowie weiteren Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kammern, Gewerkschaft, Vereinen und der bürgerlichen Zivilgesellschaft ab 16 Uhr am Kraftwerk Schwarze Pumpe mit der ganzen Familie friedlich ein Zeichen für unsere Lausitz setzen. - Ein Zusammentreffen mit "Ende Gelände" bei der Veranstaltung ist ausgeschlossen.-

Im Anschluss daran findet am Kraftwerk Jänschwalde ab 18:30 Uhr bis zum 01.12.19, 16 Uhr ein symbolisches Zeichen durch ein gemeinsames Kerzenentzünden statt (gerne eine Kerze selbst mitbringen und ein Foto davon machen). Hierbei können Sie im o.g. Zeitraum vorbei kommen und sich daran beteiligen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung und die Weiterverbreitung der Mitmachaktionen im Familien- und Bekanntenkreis. Eine Rückmeldung zur Teilnahme ist nicht notwendig.

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Lausitzer Bürgermeister in Berlin

Noch vor Beginn der 2. Lesung des "Investitionsgesetzes Kohleregionen" im Bundestag setzten rund 200 Teilnehmer - darunter viele Bürgermeister, Oberbürgermeister und Amtsdirektoren aus den deutschen Kohlerevieren - vor dem Bundeskanzleramt am heutigen Donnerstag, 14.11.2019 ein klares Zeichen für die Notwendigkeit zur Nachbesserung des Gesetztes zur Strukturstärkung (weitere Informationen in der Anlage).

Auch wir waren dabei, um die Initiative der Lausitzrunde sowie der weiteren Partner (IHK Cottbus, WiL, Wirtschaftsverbände) vor Ort zu unterstützen.

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Lausitzer Energieexperte warnt bei Anhörung zum Kohleausstieg vor Versorgungslücken

In der Region brodelt es. Der Kohleausstieg ist gesetzt. Beim Strukturstärkungsgesetz geht es aber nicht voran. Die Lausitzrunde macht sich auf den Weg vors Bundeskanzleramt, um einmal mehr die notwendigen Bedingungen für das Überleben der Region vorzutragen. Bei einer Anhörung zum Gesetz hatten bereits viele Sachverständige die Finger in die Wunden gelegt. Unter anderem warnte Energieexperte Frank Hennig vor Versorgungslücken.

Frank Hennig, Lausitzer Kraftwerksingenieur, Autor und IG BCE-Mitglied, geht mit dem Entwurf des Strukturstärkungsgesetzes hart ins Gericht. Nirgendwo werde geschrieben, wie die durch den Kohleausstieg wegfallende Leistung ersetzt werden soll. „Wer aussteigt, muss sagen, wo er einsteigt. Das ist nicht mein Wort, sondern ein Wort der Kanzlerin, als sie noch nicht Kanzlerin war. Es ist allerdings nicht zu sehen, woher die viele entfallende Leistung im Rahmen der Abschaltprogramme denn herkommen soll“, betonte Hennig bei der Anhörung am 16. Oktober 2019 im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.

Derzeit seien 102 Gigawatt erneuerbare Energie installiert. Davon seien aber nur sieben Gigawatt gesicherte Leistung. „Das heißt, der Irrtum, man könne sichere und regelfähige Einspeisung ersetzen durch Zufallsstrom, ist offenbar nach wie vor vorhanden. Jede Windkraftanlage, die gebaut werden muss, braucht ein 99 prozentiges Backup, jede Solarzelle ein 100 prozentiges Backup“, erläuterte Hennig.

Nach Ansicht Hennigs müssten endlich Realismus uns Sachverstand in die Debatte einziehen. Stattdessen macht er einen „propagandistischen Großkrieg gegen die Energieunternehmen“ aus. Der Strukturwandel sei aber gegen die Unternehmen nicht zu schaffen, sondern nur mit ihnen. „Diese brauchen also bis zum Ende des Strukturwandels belastbare Rahmenbedingungen“, fordert Hennig.

Bezüglich des Ausstiegsdatums 2038 mahnte der Lausitzer Energieexperte an, dass alle politischen Kräfte diesen Zeitpunkt akzeptieren und nicht ständig neue Wunschzahlen in die Öffentlichkeit bringen. „Das wäre für den politischen Frieden im Land sehr wichtig.“

Um den politischen Frieden sorgen sich auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Lausitzer Kohlereviers. Der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorgelegte Gesetzentwurf zur Strukturstärkung weisen fatale Lücken auf, die nachgebessert werden müssten, sagen sie. Über den Nachbesserungsbedarf herrschte bei der Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestages weitgehende Einigkeit.

In Sorge um die Entwicklung wird die Lausitzrunde ihren Forderungen zusammen mit weiteren Unterstützern aus der Region und aus anderen Revieren am 14. November im Berliner Regierungsviertel Nachdruck verleihen. Es geht um viel: Jetzt würden die Weichen für die nächsten zwei Jahrzehnte gestellt, betonen die Sprecher der Lausitzrunde.

Mehr Informationen zur Anhörung unter: https://www.bundestag.de/ausschuesse/a09/Anhoerungen/inhalt-16-10-2019-strukturstaerkungsgesetz-kohleregionen-660426

Quellen: Lausitzer Rundschau vom 7. November 2019,
Auszüge aus dem Protokollentwurf der Anhörung vom 16. Oktober 2019

 

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