Aktuelles vom Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

Pressemitteilung des Pro Lausitzer Braunkohle e.V. zum angekündigten Rücktritt des Brandenburger Wirtschaftsministers Albrecht Gerber:

tl_files/Aktuelles/gerber.jpg

Die Lausitzer Braunkohle braucht im Land Brandenburg Kontinuität

Der gestern überraschend angekündigte Rücktritt des amtierenden Brandenburger Wirtschaftsministers Albrecht Gerber zeugt von menschlicher Größe und verdient uneingeschränkten Respekt. Ein Mann kommt seiner Verantwortung als Ehemann und Familienvater nach – diese Entscheidung hat in der Sozialdemokratie gute Vorbilder. Wir wünschen Albrecht Gerber und seiner Familie für den bevorstehenden Weg Kraft und Zuversicht sowie das notwendige Quäntchen Glück.

„Albrecht Gerber stand immer für eine mit Realitätssinn gefüllte, klare und sachliche Position zur Lausitzer Braunkohle. Er hat sich nie von der oft ideologisch geführten Debatte um den Kohleausstieg vereinnahmen lassen. Diese klare Position im Amt des Brandenburger Wirtschaftsministers braucht nun Kontinuität, um der Lausitz den Weg in eine lebenswerte Zukunft offenzuhalten.“, so Wolfgang Rupieper, Vorstandsvorsitzender des Pro Lausitzer Braunkohle e.V.

Eine klare Absage hingegen erteilt der Verein an grüne Ideologen, die dieses schwere persönliche Schicksal sofort als Projektionsfläche für ein ihren Interessen entsprechendes Umsteuern der Brandenburger Wirtschaftspolitik in Bezug zur Lausitzer Braunkohle nutzten und damit jegliche Geschmacklosigkeit untermauern.

„Es ist sarkastisch und bar jeder Moral, wie Frau Nonnenmacher und die Grünen sich Aasgeiern gleich sofort nach Verkündung des sichtlich schweren Schicksalsschlages über das vermeintliche Erbe von Albrecht Gerber hermachten. Die Schlagzeile ist den Grünen offensichtlich näher als menschliche Werte. Auch in der öffentlichen Debatte und seitens der Medien wäre hier mehr Contenance wünschenswert. Albrecht Gerber war kein „blinder“ Kohlebefürworter, er war ein pragmatischer Wirtschaftspolitiker von Format. Die Lausitz wird ihm immer zu Dank verpflichtet bleiben. Grüne Ideologen haben hingegen keinerlei Mandat in der Lausitz, das zeigen auch alle Wahlergebnisse und demokratischen Meinungsbekundungen. Insofern sollten Frau Nonnenmacher und Co. auch nicht über die Lausitz richten und die Menschen hier nicht weiter verunsichern. Wir brauchen jetzt in Potsdam eine verlässliche Politik mit Augenmaß und Realitätssinn, die auch die Demokratie in der Lausitz stärkt.“, so Wolfgang Rupieper abschließend.

 

tl_files/Aktuelles/scholz/20180817_085539d.JPGtl_files/Aktuelles/nahles/20180815_160401d.JPG

Bundesfinanzminister Scholz in Jänschwalde

Bundesfinanzminister Olaf Scholz besuchte am Freitag mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke die Auszubildenden der LEAG im Kraftwerk Jänschwalde. Scholz kam auf Einladung der Staatskanzlei in die Lausitz, um mit den Leuten vor Ort über deren Probleme und Hoffnungen reden.

Scholz machte Hoffnungen auf einen Bestand der Energie-Region. Welche Energie die Basis sein wird, bleibt offen. Auf alle Fälle sieht Scholz die Lausitz gut gerüstet für die Energiewende.

tl_files/Aktuelles/nahles/20180815_160401d.JPG

Andrea Nahles besuchte die Lausitz

Auf Einladung der brandenburgisch-sächsischen Lausitzrunde besuchte die SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles am Mittwoch die Lausitz. Nahles wollte sich selbst ein Bild von der Region machen und sich mit Akteuren vor Ort verständigen. Dabei ging es nicht um ein Kohleausstiegsdatum, sondern darum, welche Probleme in der Lausitz aus dem Weg geräumt werden müssten und welche Maßnahmen notwendig seien, um neue Arbeitsplätze in die Region zu bringen.

Auf Einladung der brandenburgisch-sächsischen Lausitzrunde besuchte die SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles am Mittwoch die Lausitz.

Nahles wollte sich selbst ein Bild von der Region machen und sich mit Akteuren vor Ort verständigen. Dabei ging es nicht um ein Kohleausstiegsdatum, sondern darum, welche Probleme in der Lausitz aus dem Weg geräumt werden müssten und welche Maßnahmen notwendig seien, um neue Arbeitsplätze in die Region zu bringen.

Windenergie-VerbaBraunkohle-Industrie übt scharfe Kritik am Szenariorahmen der Bundesnetzagenturnd beklagt stockenden Ausbau

Braunkohle-Industrie übt scharfe Kritik am Szenariorahmen der Bundesnetzagentur

Mit dem neuen Szenariorahmen hat die Bundesnetzagentur scharfe Kritik auf sich gezogen. Erstmals legt sie darin ein Szenario für das Jahr 2025 vor, das im Grunde das Vorziehen des bisherigen Szenarios für 2030 um fünf Jahre bedeutet. Für die Lausitz würde das das Aus für alle 500 MW-Blöcke in Jänschwalde und Boxberg in wenigen Jahren bedeuten. Seinen Unmut darüber formulierte der Debriv in einem Schreiben an den Bundeswirtschaftsminister

In einem Zusatzszenario nehmen die Übertragungsnetzbetreiber jetzt an, dass 2025 die Stromerzeugungskapazitäten der Braunkohlenkraftwerke bei nur noch 9,4 Gigawatt (GW) liegen. Diese Festlegung sei realitätsfern, schreibt der Vorstandsvorsitzende des Debriv, Helmar Rendez an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Nach Ansicht der Braunkohlenindustrie ist ein solcher Rückgang auf Grund der Marktentwicklung nicht erkennbar. Im aktuellen Szenariorahmen wurde die maximale Betriebsdauer der Braunkohlenanlagen von bisher schon unrealistischen 40 bis 50 Jahre auf 35 bis 45 Jahre herabgesetzt. Bei diesen Annahmen, so der Debriv, wären viele Kohlenkraftwerke bereits heute nicht mehr in Betrieb und eine stabile Stromversorgung in Deutschland nicht mehr gewährleistet.

Unter den im neuen Szenariorahmen formulierten Voraussetzungen verlören die Unternehmen der Braunkohlenindustrie bis 2025 mehr als die Hälfte ihrer Kraftwerkskapazität mit den bekannten Domino-Effekten für Tagebaue und Reviere. Ein solcher Strukturbruch widerspricht den Zielen der Regierungskoalition und den Aufgabenstellungen der Kommission zum Strukturwandel in den Kohlenregionen. Rendez forderte, Irritationen über die Zukunft der Braunkohle zu unterbinden.

Quelle: Debriv, Information und Meinung, 03/18

Windenergie-Verband beklagt stockenden Ausbau

Windenergie-Verband beklagt stockenden Ausbau

Den einen ist es nie genug, den anderen schon jetzt viel zu viel. Der Ausbau der Windenergie erhitzt weiter die Gemüter. Jährliche Ausbaugrenzen wurden politisch gesetzt, dann wieder großzügig korrigiert. Mit diesem Rückenwind war der Zubau im vergangenen Jahr immens. Das laufende Jahr hält dieser Entwicklung nicht Schritt, beklagt der Bundesverband Windenergie (BWE), und spricht von deutlich rückläufigen Ausbauzahlen.

Die besten Jahre für die Erbauer von Windparks in Deutschland sind vielleicht schon wieder vorbei. Wurden im vergangenen Jahr an Land noch 1792 neue Windräder aufgestellt mit einer Leistung von 5,3 Gigawatt, so dürfte die Ausbauleistung in diesem Jahr um rund ein Drittel auf weniger als 3,5 Gigawatt zurückgehen. Das erwartet der Bundesverband Windenergie in Berlin. „Und im kommenden Jahr werden noch weniger neue Anlagen gebaut, die Pipeline ist weitgehend leer“, sagt Verbandsgeschäftsführer Wolfram Axthelm.

Auf See sieht es nicht viel besser aus. Im vergangenen Jahr gingen 222 Offshore-Windkraftwerke mit 1,25 Gigawatt Leistung ans Netz. Doch nun lässt das Tempo nach. Gegenwärtig sind zwei Offshore-Windparks mit einer Leistung von 780 Megawatt in Bau und fünf weitere Projekte mit rund 1,5 Gigawatt geplant. Mehr ist bis Ende 2020 gesetzlich gar nicht möglich.

Die Flaute beim Windenergie-Ausbau ist etwas überraschend, weil Strom aus Wind mittlerweile nicht mehr teurer ist als aus anderen Kraftwerken und keine oder nur geringe Subventionen benötigt. „Durch den starken Preisverfall bei den Anlagen sind die Stromerzeugungskosten aus Wind auf teilweise unter 3,0 Cent je Kilowattstunde gefallen“, sagt Klaus Övermöhle, Inhaber einer auf Windkraft spezialisierten Beratungsfirma in Hamburg. „An vielen windgünstigen Standorten ist Windenergie weltweit mittlerweile wettbewerbsfähig gegenüber neu errichteten konventionellen Kraftwerken, auch in Deutschland.“

Als Ursachen für den rückläufigen Ausbautrend macht der BWE politische Vorgaben und Regelungen aus. Mit der jüngsten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) führte der Gesetzgeber Ausschreibungsverfahren für neue Windkraftanlagen ein und begrenzte gleichzeitig das Volumen.

An Land wurden sogenannte Bürgerwindparks bei den Ausschreibungsverfahren mit Privilegien versehen, die dazu führten, dass sie fast alle Zuschläge erhielten. Doch weil zu den Privilegien auch lange Fristen bis zur Umsetzung der Bauvorhaben gehörten, ist nun unklar, wann die Windparks gebaut werden - wenn sie überhaupt realisiert werden.

Auf See wiederum ist der Ausbau gedeckelt und hängt auch damit zusammen, wie viele Kapazitäten für den Stromtransport an Land errichtet werden. „Wir wollen bis 2025 zumindest zwei Gigawatt an Offshore-Windleistung zusätzlich bauen, weil dafür auch die nötigen Netzkapazitäten bereitstehen“, sagt Sebastian Boie von der Stiftung Offshore-Windenergie.

Quelle: berliner-zeitung.de vom 9. Juli 2018

 

Unsere Themen. Ihre Erkenntnis

Lausitz, Braunkohle, Verstromung, CO2-Emmission, Tagebau, Kraftwerk, Energiesystem, Energiewende, Rekultivierung, Umsiedlung, Grundlast, Energiemix, EEG, Erneuerbare Energien, Aufforstung, Sozialverträglichkeit, Wertschöpfung, Technologie, Energieregion, Jänschwalde, LEAG, Strukturwandel, Rohstoff, Renaturierung, Klimawandel, Seenland, Lausitzer Braunkohle, Grüne Liga, Greenpeace, Klimakiller, Heimatverlust, Welzow-Süd

www.pro-lausitz.dePRO LAUSITZER BRAUNKOHLEwww.pro-lausitz.de