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Bahn und LEAG kooperieren für die Zukunft der Lausitz

Für die erfolgreiche strukturelle Entwicklung der Lausitz gibt es einen weiteren Hoffnungsschimmer. Zwei große Player in der Lausitz, werden künftig kooperieren: die Deutsche Bahn und der Energiekonzern LEAG. Bei der Kooperation geht es um Ausbildung, Qualifizierung und die Übernahme von Personal. Die Bahn hatte vor wenigen Wochen angekündigt, am Standort Cottbus 1200 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Deutsche Bahn und die LEAG (wollen zusammen Arbeitsplätze in der Lausitz sichern, neue Stellen schaffen und Zukunft gestalten und haben deshalb den Grundstein für eine weitreichende Kooperation gelegt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass die beiden Unternehmen in den Bereichen Ausbildung, Qualifizierung und Übernahme von Personal eine enge Zusammenarbeit anstreben.

Am 17. September hatten die Deutsche Bahn und die Politik den Startschuss für das modernste und umweltfreundlichste Bahninstandhaltungswerk in Europa gegeben. Bis zum Jahr 2026 will die DB hier 1200 neue und hochwertige Industriearbeitsplätze schaffen, darunter etwa 100 Azubi-Stellen. Aktuell arbeiten im Cottbuser Werk rund 450 Beschäftigte.
DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Wir schmieden hier ein Bündnis für die Zukunft und zeigen wichtige berufliche Perspektiven für die Lausitz auf. Und wir als DB wollen mehr Züge auf die Schiene bringen, um einen maßgeblichen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Mehr Züge, das bedeutet mehr Instandhaltung – und dafür brauchen wir viele neue engagierte Mitarbeitende und Nachwuchskräfte.“

„Es ist ein gutes Signal, dass LEAG und DB sich frühzeitig auf die Zusammenarbeit bei Ausbildung, Qualifizierung und Übernahme von Personal verständigen und Synergien nutzen wollen“, freut sich Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg. Das helfe beiden Unternehmen – und ist zugleich ein wichtiger Schritt für die Strukturentwicklung in der Lausitz. Laut Steinbach zeichneten sich LEAG und DB dadurch aus, „dass sie in hohem Maße Verantwortung für ihre Beschäftigten übernehmen und mit gelebter Sozialpartnerschaft und Tarifverträgen ganz im Sinne ,Guter Arbeit‘ agieren. Allein schon deshalb passt diese Kooperation sehr gut“.

Mit derzeit etwa 600 Auszubildenden und Studierenden in acht gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen ist die LEAG der größte Ausbildungsbetrieb in der Lausitz, betont die LEAG. Personalvorstand Jörg Waniek: „Wir sehen unseren Anspruch und unsere Verantwortung darin, weiterhin so vielen jungen Menschen wie möglich mit einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung in dieser Region eine langfristige Perspektive zu bieten. Die angestrebte Kooperation der Deutschen Bahn wird mit dazu beitragen, die Wirtschafts- und Industrieregion Lausitz mit Nachwuchs an Fachkräften zu stärken.“

Die LEAG bildet vornehmlich für den eigenen Bedarf an ihren Standorten in Schwarze Pumpe und Jänschwalde unter anderem Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker, Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenführer aus. Das sind Berufe, die perspektivisch auch in der Instandhaltung der Deutschen Bahn in Cottbus gebraucht werden.

Ziel von DB und LEAG ist, vorhandene Strukturen, beispielsweise in den Ausbildungswerkstätten der LEAG, auch von der DB für die Erstausbildung u.a. von Industriemechanikern, Elektronikern und Mechatronikern zu nutzen. Das gilt auch für die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Schließlich sollen durch die Zusammenarbeit zweier großer Unternehmen langfristig berufliche Perspektiven für LEAG-Beschäftigte, die vom Kohleausstieg betroffen sind, geschaffen werden.

Quellen: rbb, rbb24.de, vom 6. November 2020, dpa Landesdienst vom 6. November 2020, Gemeinsame Pressemitteilung von Bahn und LEAG vom 6. November 2020

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