tl_files/Aktuelles/pfingsten/TgbWelzowSued.jpg

Deutscher Windenergie steht Jahr mit Rückschlägen bevor

Während sich Forschungsinstitute weiter einen Wettbewerb liefern, wie schnell Erneuerbare in Deutschland die Energieversorgung komplett übernehmen könnten, droht für 2021 der Windenergie erstmal ein Rückschlag. Mehr Anlagen hätten dann ihren Förderungszeitraum überschritten als das neue zugebaut werden, wissen die Übertragungsnetzbetreiber. Verbände sind sich uneins, wie mit der Misere umgegangen werden soll.

Zum Jahreswechsel 2020/2021 endet für Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von etwa 4.000 MW die EEG-Vergütung. Daher gehen die Übertragungsnetzbetreiber in einer Prognose für das kommende Jahr von einem Rückgang bei der installierten Windkraftleistung aus. Voraussichtlich wird die Photovoltaik alleiniger Motor der Energiewende in Deutschland sein.

Welcher Art Unterstützung die Windturbinen, die den 20-jährigen Förderzeitraum überschritten haben, künftig erhalten sollen, dazu fand im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) ein Runder Tisch statt. Bundeswirtschaftsministerium, mehrere Landesministerien und Vertreter der Branche haben die Frage diskutiert, wie ein Weiterbetrieb von Altanlagen wirtschaftlich gesichert und das Repowering von Windenergieanlagen gestärkt werden kann.

Mit am Tisch saßen der Bundesverband Windenergie (BWE) und der Industrieverband VDMA Power Systems. Während beide Verbände die große Bedeutung des Repowerings hervorheben, zeigen sich in Bezug auf den Weiterbetrieb der Anlagen unterschiedliche Positionen.

Der Bundesverband Windenergie hält eine auf 24 bis 36 Monate zeitlich begrenzte Unterstützung für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb erforderlich, um die Verwerfungen auf dem Strommarkt durch COVID-19 auszugleichen. Der Weiterbetrieb sichere zunächst die installierte Kapazität und verschaffe die notwendige Zeit, um für neue Genehmigungen zu sorgen, so der BWE. Dagegen spricht sich der VDMA Power Systems gegen eine Weiterförderung von Windenergie-Altanlagen aus. Grundsätzlich müssten zwar zum Erreichen der Klimaschutzziele alle vorhandenen Potentiale effizient genutzt werden. Wenn Anlagen nach Ende des 20-jährigen Förderzeitraums eine zusätzliche Förderung erhalten, würde dies allerdings den Anreiz nehmen, sie durch moderne, effizientere und ertragreichere Anlagen zu ersetzen, begründet VDMA Power Systems Geschäftsführer Matthias Zelinger die ablehnende Haltung, heißt es auf „iwr.de“. Wo Windparks aufgrund der durch die Corona-Krise zeitweise verringerten Strompreise unwirtschaftlich geworden sind, müssen aus VDMA-Sicht die erfolgreichen Corona-Hilfen der Bunderegierung anstelle eines neuen Strommarktinstruments greifen.

Quellen: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien, iwr.de, vom 22. Oktober, soalrifity.eu vom 17. Oktober 2020

Zurück    Zum Seitenanfang

 

Unsere Themen. Ihre Erkenntnis

Lausitz, Braunkohle, Verstromung, CO2-Emmission, Tagebau, Kraftwerk, Energiesystem, Energiewende, Rekultivierung, Umsiedlung, Grundlast, Energiemix, EEG, Erneuerbare Energien, Aufforstung, Sozialverträglichkeit, Wertschöpfung, Technologie, Energieregion, Jänschwalde, LEAG, Strukturwandel, Rohstoff, Renaturierung, Klimawandel, Seenland, Lausitzer Braunkohle, Grüne Liga, Greenpeace, Klimakiller, Heimatverlust, Welzow-Süd

www.pro-lausitz.dePRO LAUSITZER BRAUNKOHLEwww.pro-lausitz.de