Deutschland braucht in Zukunft immer mehr Strom

Für Energiewirtschaftsexperten ist die Entwicklung seit einer ganzen Weile absehbar. Trotzdem drückten sich viele in der Politik darum, dieser Wahrheit ins Auge zu sehen: Der Stromverbrauch in Deutschland wir in den nächsten Jahren drastisch steigen. Vor einiger Zeit hatte Noch-Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die eigene Fehleinschätzung eingeräumt. Eine Analyse in Auftrag des Ministeriums nennt jetzt Zahlen.

In Deutschland wird der Stromverbrauch bis 2030 deutlich ansteigen. Der Bruttostromverbrauch wird im Jahr 2030 auf 658 Terawattstunden geschätzt. Das sind rund 11 Prozent mehr als im Jahr 2018, wie aus der detaillierten Analyse im Auftrag des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Sie basiert auf Szenariorechnungen des Instituts Prognos. Grund für den Anstieg ist der erweiterte Einsatz von elektrischer Energie beispielsweise im Verkehr.

Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer VDMA Power Systems, fordert, dass die zukünftige Koalition jetzt schnell reagieren müsse. „Um den steigenden Strombedarf bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit zu gewährleisten, muss ein erheblicher Zubau der erneuerbaren Energien erfolgen. Hierfür müssen die Ausbau-Hemmnisse schnellstmöglich beseitigt werden.“ Ebenso müssten im gleichen Zeitraum H2-fähige Gaskraftwerke mit einer Leistung von rund 40 GW zugebaut werden. „Der Investitionsbedarf auf der Stromerzeugungsseite und in den Netzen ist enorm“, zitiert das Portal Erneuerbare Energien Rendschmidt. „Jetzt muss der regulatorische Rahmen dringend angepasst werden, um die Realisierung der Projekte auf dem Weg zur Klimaneutralität zu ermöglichen.“

Quellen: Hannoversche Allgemeine vom 17. November 2021, erneuerbareenergien.de vom 17. November 2021

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