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Deutschland hält europaweit Spitzenplatz bei Strompreisen

Die Strompreise in Deutschland sind höher als in anderen europäischen Ländern. Nirgendwo ist die Kilowattstunde so teuer wie hierzulande. So sehr die Bundesregierung auch erklärt, die Verbraucher entlasten zu wollen, es gelingt ihr nicht. Trotz Deckelung der EEG-Umlage bleiben auch im nächsten Jahr die Strompreise auf Rekordniveau, heißt es bei Verivox. Immer stärker trifft die Entwicklung die Kunden, die wenig verbrauchen.

Nur ein kleiner Teil der rund 820 regionalen Stromversorger in Deutschland senkt die Preise. 45 Grundversorger haben Preissenkungen von durchschnittlich 1,8 Prozent angekündigt. Für eine Familie mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeutet das eine Entlastung von 24 Euro. Gleichzeitig haben 42 Grundversorger Preissteigerungen von durchschnittlich 2,4 Prozent mitgeteilt, was Mehrkosten von 31 Euro entspricht. Insgesamt rechnen die Experten des Energievergleichsportals daher für das kommende Jahr mit stagnierenden Strompreisen auf hohem Niveau.

Laut Verivox bringt auch die niedrigere EEG-Umlage keine Strompreissenkungen. Zwar habe die Bundesregierung die Umlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien für das Jahr 2021 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gedeckelt. Dadurch sinken die Kosten für einen Musterhaushalt um rund 10 Euro. Gleichzeitig steigen jedoch die anderen Abgaben und Umlagen um rund 4 Euro. Die Stromnetzgebühren werden im bundesweiten Durchschnitt um 1 Euro angehoben.

Deutschlands Spitzenwert bei Strompreisen liegt mittlerweile bei mehr als 31 Cent pro Kilowattstunde. Besonders stark sind dabei in den vergangenen Jahren die sogenannten Grundpreise gestiegen. Das ist jener feste Teil des Strompreises, den die Kunden unabhängig vom Verbrauch zahlen. Diese fixe monatliche Grundgebühr stieg nach einer Analyse von Verivox von 2015 bis 2020 in den Tarifen der Grundversorgung um gut 40 Prozent. Der Arbeitspreis dagegen legte nur um zehn Prozent zu. Das ist der Teil des Strompreises, den die Kunden durch Verbrauchsänderungen selbst beeinflussen können.

Quellen: verivox.de vom 19. November 2020, Süddeutsche Zeitung vom 19. November 2020

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