Experten: Sinkende EEG-Umlage könnte Strompreis stabilisieren

Energiepreise sind derzeit nicht nur allgegenwärtig in der Diskussion, sie sind auch unter intensiver Beobachtung. Ein Fakt lässt aufhorchen: Die EEG-Umlage, ein Bestandteil des Strompreises in Deutschland, wird im kommenden Jahr deutlich sinken. Dass der Strompreis insgesamt damit für die Verbraucher sinkt, wird dennoch nicht erwartet. Experten gehen von einer Stabilisierung aus.

Die EEG-Umlage sinkt 2022 auf 3,723 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Sie sinkt damit um 2,777 ct/kWh gegenüber dem Vorjahr (6,500 ct/kWh, teilen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in Deutschland mit. Die wichtigsten Gründe für die sinkende EEG-Umlage sind das hohe Niveau der Börsenstrompreise und der daraus entstandene hohe EEG-Kontostand zum 30. September 2021. Dieser lag bei 4,547 Milliarden Euro und fließt vollständig als Gutschrift in die EEG-Umlage 2022 ein.

Die deutlich reduzierte EEG-Umlage dürfte den Strompreis nach Ansicht von Experten zunächst einmal stabilisieren. Dass er gleich fällt, ist unwahrscheinlich, denn der niedrigeren EEG-Umlage stehen unter anderem die höheren Beschaffungskosten gegenüber, die die Energieversorger für Strom zahlen müssen.

In Deutschland wird schon seit einer Weile die vollständige Abschaffung der EEG-Umlage diskutiert. Die Maßnahme soll die Verbraucher entlasten. Die Gegenfinanzierung könnte über den Haushalt beziehungsweise die Einnahmen aus der CO2-Abgabe erfolgen.

Quellen: Pressemitteilung ÜNB auf 50hertz.com vom 15. Oktober 2021, Süddeutsche Zeitung, sueddeutsche.de vom 15. Oktober 2021

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