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Forschergruppe widmet sich den Risiken eines drohenden Blackouts

Mit den Veränderungen im Energiewirtschaftssystem steht die Versorgungssicherheit neu in Frage. Mal fahren Kraftwerke runter, weil der Wind kräftig bläst. Dann wieder geben sie alles, auch weil Sonnenkollektoren lange Zeit schneebedeckt sind. Anfang des Jahres stand das europäische Stromverbundnetz sogar vor dem Zusammenbruch. Eine Forschungsgruppe hat sich nun den Risiken eines Blackouts gestellt.

Das Energiesystem befindet sich im Wandel, konstatiert das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS). Großkraftwerke werden abgeschaltet, kleine Erzeugungsanlagen werden wichtiger und Strom aus Wind- und Solarenergie wird zukünftig zum wichtigsten Energieträger. Zudem wird Strom zunehmend genutzt, um Elektrofahrzeuge anzutreiben und Gebäude zu heizen.

Um diesen Wandel zu meistern, braucht es die Digitalisierung. Sie ermöglicht es, das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente zu beherrschen. Zugleich entwickeln sich hieraus neue Fehlerquellen und Angriffsmöglichkeiten. Welche Risiken entstehen können und wie man diesen begegnen kann, hat eine ESYS-Arbeitsgruppe des untersucht.

Anhand einer Analyse verschiedener Szenarien für 2040 haben die Expertinnen und Experten potenzielle Risiken für Blackouts, also langanhaltende und großflächige Stromausfälle, identifiziert. Um auf unvorhergesehene und unvorhersehbare Ereignisse adäquat reagieren zu können, sie zu beherrschen und im Falle eines Störfalls die Beeinträchtigungen für die Stromverbraucher möglichst gering zu halten, bedürfe es eines resilienten Systems, so die Forschungsgruppe. Dieses könne die Auswirkungen eines Störereignisses abfangen, ohne dass das System kollabiert, und anschließend zügig wieder in den normalen Betriebszustand zurückkehren.

Diese Analyse stellt 15 Handlungsoptionen vor, deren Bandbreite von der systemischen Entwicklung von Cyber-Sicherheit über ökonomische Anreize und Monitoringmaßnahmen bis hin zu Bildungskampagnen reicht. Ein Fokus liegt dabei darauf, auch solche Akteure einzubeziehen, die in einem dezentraleren und stärker vernetzten Energiesystem zunehmend Einfluss auf die Stabilität der Stromversorgung gewinnen – etwa Prosumer, Gerätehersteller oder Betreiber von Plattformen für Energiedienstleistungen.

Die Studie zum download gibt es unter: https://energiesysteme-zukunft.de/publikationen/analyse/digitalisierung

Quelle: energiesysteme-zukunft.de, Februar 2021

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