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Gewalt von Kohlegegnern im Rheinland nimmt kein Ende

In der Bekämpfung der Stromerzeugung aus Braunkohle im rheinischen Revier gibt es weiterhin kaum ein Halten. Trotz der mittlerweile gesetzlichen Regelung des Kohleausstiegs werden weiter Geräte besetzt, Arbeitsmittel beschädigt und Menschen angegriffen. Die Polizei musste in den vergangenen Tagen gleich zu mehreren Einsätzen rund um den Hambacher Forst und den Tagebau Garzweiler ausrücken.

Auf dem Gelände eines Kieswerkes am Hambacher Forst wurden nach Polizeiangaben mehrere Sachbeschädigungen festgestellt, berichten die Aachener Nachrichten. Dort hatten Unbekannte eine Baumaschine beschädigt und Parolen gegen RWE und Polizei an eine Halle geschmiert. RWE meldete auf den Gleisen der Hambachbahn im Bereich Oberaußem von Unbekannten deponiertes Geäst. Eine Lok hatte nicht mehr rechtzeitig bremsen können und die Barrikade überfahren.

Am darauffolgenden Morgen entdeckten RWE-Mitarbeiter mehrere Vermummte beim Bau einer neuen Barrikade auf einem Haupteinsatzweg im Hambacher Forst. Als die Mitarbeiter sich näherten und versuchten die Barrikade zu räumen, warfen Unbekannte Steine in ihre Richtung; verletzt wurde jedoch niemand. Bei Eintreffen der Polizei waren die Täter bereits in den Wald geflohen. Die Barrikade wurde entfernt und das Befahren des Weges wieder ermöglicht.

Schon am vorausgegangenen Wochenende hatten sich Kohlegegner im Bereich des Tagebaus Garzweiler Auseinandersetzungen mit der Polizei geleistet. 47 Menschen wurden festgenommen, 64 kamen nach Angaben der Polizei in Gewahrsam. 300 weitere Teilnehmer wurden mit Bussen aus dem Tagebaubereich transportiert, weil sie Platzverweise ignoriert hatten. Um Demonstranten vom Tagebau fernzuhalten, setzte die Polizei vereinzelt Pfefferspray und Polizeihunde ein. Auch vor einem Gaskraftwerk in Düsseldorf versammelten sich etwa 200 Aktivisten. Sie forderten ein sofortiges Ende der Stromerzeugung aus Gas.

Quellen: Aachener Nachrichten vom 30. September 2020, sueddeutsche.de vom 27. September 2020

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