Greenpeace hält befristete Weiternutzung von Steinkohlekraftwerke für notwendig

Bittere Erkenntnis beim Umweltverband Greenpeace. Die augenblickliche Situation auf dem Energiemarkt in Deutschland mache es notwendig, Steinkohlekraftwerke für die Stromversorgung wieder in Betrieb zu nehmen. Einen Unterschied macht Greenpeace dann aber doch. Für das Wiederanfahren von Braunkohlekraftwerken gebe es weiterhin keinerlei Begründung.

„Es ist bitter, aber unumgänglich, dass bereits stillgelegte Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen“, sagte Karsten Smid, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace, wie verschiedene Medien berichten. „Um sich aus der politisch verschuldeten Abhängigkeit von Putins Gaslieferungen zu befreien, müssen Steinkohlekraftwerke kurzzeitig in die Bresche springen.“

Damit daraus kein Rückschritt für den Klimaschutz werde, müssten jedoch die jetzt zwangsläufig entstehenden zusätzlichen Emissionen in den folgenden Jahren ausgeglichen werden, sagte Smid angesichts der geplanten Wiederinbetriebnahme zweier Steinkohlekraftwerke im Saarland und in Nordrhein-Westfalen.

Greenpeace fordert aber, auf das Anfahren von Braunkohlekraftwerken für die Stromversorgung zu verzichten. „Für eine sichere Stromversorgung muss kein einziges der besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke wieder angefahren werden.“ Um die beschlossenen Klimaziele zu erreichen, dürften sie auf keinen Fall neu befeuert werden.

Quellen: Süddeutsche Zeitung vom 29. August 2022, Kölnische Rundschau vom 29. August 2022, dpa vom 29. August 2022

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