tl_files/Aktuelles/lausitzrunde.jpg

Bund unterstützt die länderübergreifende Investorenwerbung für die Lausitz

Trotz guter Absichten und vieler Mühen stellt die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen in der länderübergreifenden Zusammenarbeit immer wieder eine Hürde dar. Bei der gemeinsamen Investorensuche ist diese Hürde genommen. Hier arbeiten die Wirtschaftsfördergesellschaften beider Länder im Dienst der Lausitz zusammen. Jetzt erhalten sie dabei auch noch Unterstützung vom Bund.

Um mehr Investoren in die Lausitz zu holen, wird die Wirtschaftsförderung von Brandenburg und Sachsen künftig vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. Die Hilfe läuft über drei Jahre und beträgt rund 500.000 Euro für die Akquisition von Investoren, wie eine Sprecherin die Wirtschaftsförderung MDR SACHSEN sagte. Zielregionen seien Asien und Nordamerika in den Branchen Mobilität sowie Energie- und Umwelttechnologien.

Vereinbart wurde zudem eine enge Zusammenarbeit mit der Standortmarketing-Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, Germany Trade & Invest. Anfang des Jahres war bereits das gemeinsame Lausitzer Investorenportals www.lausitz-invest.de gestartet.

„Das ist eine gute Nachricht für die Lausitz. Die Unterstützung durch den Bund stärkt die länderübergreifende Arbeit beider Wirtschaftsförderungen. Zugleich sendet der Bund das Signal, dass die Investorengewinnung wichtig für einen erfolgreichen Strukturwandel ist“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach (SPD). Und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ergänzt: „Der Bund bekennt sich damit ausdrücklich zum Investitionsstandort Lausitz. Das gibt der Region gerade jetzt zusätzlichen Auftrieb und verbessert die Position der Lausitz im weltweiten Standortwettbewerb um neue Ansiedlungen. Die Wirtschaftsförderungen aus Sachsen und Brandenburg setzen damit ihre Kooperationsvereinbarung für die Lausitz konsequent um.“

Mehrere internationale Ansiedlungen verbuchen die Wirtschaftsförderer bereits als Erfolg. Im vergangenen Jahr hat sich der baden-württembergische Batterie-Zulieferer Leadec für eine Ansiedlung in Hoyerswerda entschieden - zunächst mit 80 Mitarbeitern. Auch mit den beiden Schweizer Niederlassungen von Yellow Tec in Görlitz und Belimo Automation in Großröhrsdorf sei die Investorenwerbung für die sächsische Lausitz im Jahr 2019 bereits erfolgreich gestartet, hieß es.

Die beiden Wirtschaftsförderungen sind überzeugt, dass der nun erfolgte Start der Ansiedlungsinitiative zum richtigen Zeitpunkt kommt. Die Corona-Krise wirkt sich auf international agierende Unternehmen und deren Lieferstrukturen nachhaltig aus. Die Phase der Neuausrichtung der Unternehmen wollen die beiden Wirtschaftsfördergesellschaften nutzen, um die Standortargumente der Lausitz bei potenziellen Investoren stärker zu platzieren. Mit dem Fokus auf die Industriesektoren Mobilität und Umwelt-/Energietechnologien konzentrieren sich die Akteure auf zwei Branchen, die großes Zukunftspotenzial besitzen und die in der Lausitz bzw. in den benachbarten Regionen stark verankert sind.

Quellen: mdr.de vom 29. Mai 2020, Gemeinsame Pressemitteilung der Wirtschaftsförderung Brandenburg und der Wirtschaftsförderung Sachsen vom 29. Mai 2020

Zurück    Zum Seitenanfang

 

Unsere Themen. Ihre Erkenntnis

Lausitz, Braunkohle, Verstromung, CO2-Emmission, Tagebau, Kraftwerk, Energiesystem, Energiewende, Rekultivierung, Umsiedlung, Grundlast, Energiemix, EEG, Erneuerbare Energien, Aufforstung, Sozialverträglichkeit, Wertschöpfung, Technologie, Energieregion, Jänschwalde, LEAG, Strukturwandel, Rohstoff, Renaturierung, Klimawandel, Seenland, Lausitzer Braunkohle, Grüne Liga, Greenpeace, Klimakiller, Heimatverlust, Welzow-Süd

www.pro-lausitz.dePRO LAUSITZER BRAUNKOHLEwww.pro-lausitz.de