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Der nächste Strompreistreiber: Auch die EEG-Umlage steigt

Nach der Ankündigung steigender Netzentgelte, müssen sich Stromkunden in Deutschland von Januar 2020 an auch noch auf eine höhere EEG-Umlage einstellen. Die Umlage zur Förderung von Ökostrom in Deutschland steigt 2020 um mehr als fünf Prozent. Das haben die Betreiber der großen Stromnetze bekannt gegeben. Politiker fürchten um die Akzeptanz der Energiewende.

Die sogenannte EEG-Umlage wird im kommenden Jahr gut 6,76 Cent pro Kilowattstunde betragen und ist damit um 5,5 Prozent höher als in diesem Jahr mit rund 6,41 Cent. Die EEG-Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises. Sie macht ungefähr ein Viertel der Kosten aus und finanziert die festen Vergütungen, die Ökostrom-Produzenten für die Einspeisung ihres Stroms bislang unabhängig vom Marktpreis bekommen.

Die erwartete Erhö-hung der Strompreise im kommenden Jahr gefährdet nach Ansicht von Niedersachsens Energieminister Olaf Lies die Akzeptanz der Energiewende. Steigende Strom- preise seien ein „fatales Signal mit Blick auf den Klimaschutz und die Energiewende“, sagte der SPD-Politiker in Hannover. „Unser Ziel muss es im Gegenteil sein, die Strompreise zu stabilisieren und sogar schrittweise zu senken.“
 
Gleichwohl ist die EEG-Umlage nicht der einzige Preistreiber: Auch die Netzentgelte werden laut Prognosen im kommenden Jahr steigen. Bisher wurden laut einer Analyse des Verbraucherportals Check24 die neuen Netzentgelte für 68 Prozent der Versorgungsgebiete veröffentlicht. Im Durchschnitt steigen sie nach bisherigen Zahlen 2020 um neun Prozent.

Nach einer Einschätzung des Verbraucherportals Verivox dürften auch die Großhandelspreise 2020 über dem aktuellen Niveau liegen. Verbraucher in Deutschland müssen sich erneut auf Strompreiserhöhungen einstellen, teilte das Portal mit.

Verbraucher in Deutschland zahlen europaweit neben den Dänen die höchsten Strompreise. Im Rahmen ihres Klimapakets plant die Bundesregierung Entlastungen beim Strompreis, im Gegenzug zu einem Einstieg in eine CO2-Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Gebäude.
So soll ab 2021 die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms in einem ersten Schritt um 0,25 Cent pro Kilowattstunde gesenkt und dann weiter verringert werden. Die Koalition will dadurch besonders Familien und kleine sowie mittelständische Firmen entlasten.

Quellen: dpa vom 16. Oktober 2019, Spiegel Online vom 15. Oktober 2019

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