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Deutsche Strompreise erklimmen neue Rekorde

Der Strompreis in Deutschland eilt von Rekord zu Rekord. Erstmals ermittelte die Bundesnetzagentur einen Durchschnittspreis für eine Kilowattstunde von über 30 Cent. Größter Kostenblock im Strompreis bleibt weiter die Summe aus Steuern, Abgaben und Umlagen, die der öffentlichen Hand zufließen. Sie machen über 50 Prozent aus.

Der Strompreis für Privathaushalte ist in diesem Jahr auf eine Rekordhöhe gestiegenen. Erstmals kostete eine Kilowattstunde im Durchschnitt mehr als 30 Cent. Für den Stichtag 1. April ermittelte die Bundesnetzagentur einen Durchschnittspreis von 30,85 Cent je Kilowattstunde. Das war fast ein Cent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres, wie aus Zahlen für den neuen Monitoringberichts der Behörde hervorgeht. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Erstmals seit 2014 wurde auch Gas für Haushaltskunden teurer. Der Durchschnittspreis je Kilowattstunde stieg um fast 4,5 Prozent auf 6,34 Cent.

Preistreiber beim Strom waren laut Netzagentur in diesem Jahr die von den Lieferanten beeinflussbaren Kosten, die etwa ein Viertel des gesamten Strompreises ausmachen. Auf den Stromrechnungen stieg der Anteil für Beschaffung, Vertrieb und die Handelsspanne der Versorger um 0,91 Cent auf 7,61 Cent je Kilowattstunde. Das ist ein Plus von rund 13,6 Prozent.

Der größte Block auf der Stromrechnung sind aber Steuern, Abgaben und Umlagen, auf die mehr als die Hälfte des gesamten Preises entfallen.

Quelle: Die Welt vom 24. September 2019

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