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Grüner Oberbürgermeister bremst E-Mobility-Euphorie

Immer mehr Menschen sehen im Elektro-Auto den Heilsbringer der Verkehrswende. Bundeskanzlerin Merkel hatte dereinst eine Million Fahrzeuge bis 2020 versprochen. Ohne Erfolg. Jetzt verspricht die SPD eine Million Elektro-Ladesäulen in den nächsten fünf Jahren. Ausgerechnet ein Grüner plauzt dazwischen. „Ich grabe nicht ganz Tübingen um, damit sie ihre Ladesäulen bekommen“, ruft Oberbürgermeister Boris Palmer den Autobauern zu.

Spritschluckende Stadtgeländewagen, Dieselaffäre, schlechte Ladenetze – rund um die Automesse IAA bekommt die Autoindustrie bekommt die Skepsis von Bürgern und Politikern zu spüren. In einer Podiumsdiskussion stellten Gäste in Frankfurt am Main in Frage, ob die Autoindustrie den Klimaschutz wirklich ernst nimmt.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer machte klar, dass die Autobosse noch viel Arbeit vor sich hätten. „Die Autos, die sie bauen, meine Herren, passen nicht in unsere Städte“, sagte der Grünen-Politiker. Für sechs Schnellladesäulen müssten seine Stadtwerke so starke Stromanschlüsse legen wie für 1000 Menschen. „Schmieren Sie sich das in die Haare“, warnte der Politiker. „Ich grabe nicht ganz Tübingen um, damit sie ihre Ladesäulen bekommen.“

Unterdessen kündigte die SPD an, binnen fünf Jahren eine Million Elektro-Ladesäulen zu errichten. Derzeit gibt es rund 20.000. Die Ladeinfrastruktur sei ein entscheidender Faktor, damit der Umstieg auf das E-Auto gelinge, heißt es. Offen blieb dabei – und das dürfte nicht nur Oberbürgermeister Palmer interessieren – wer den Ausbau bezahlt, der Bund oder vielleicht doch die Stadtwerke.

Quelle: Berliner Zeitung vom 14. September 2019, Bild am Sonntag vom 15. September 2019

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