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Kohlenutzung legt weltweit weiter zu

Weltweit liegt das Ende der Kohlenutzung in weiter Ferne. Im vergangenen Jahr legte laut einer Greenpeace-Studie die globale Kohle-Kapazität um 19 Gigawatt (GW) installierter Leistung zu. So gering fiel der Zuwachs allerdings seit Jahren nicht aus. Aufgrund eines wieder aufgenommenen Investitionsprogramms in China ist die in Bau befindliche Kraftwerksleistung jedoch um 12 Prozent auf 236 GW deutlich gestiegen.

Die Stromgewinnung aus Kohle wächst weltweit immer langsamer. Das geht aus einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace her. Vor allem die USA verabschieden sich demnach trotz gegensätzlicher Bemühungen von Präsident Donald Trump zunehmend von der Kohle.

Laut der Studie gingen vergangenes Jahr weltweit Kraftwerke mit einer Kapazität von 50,2 Gigawatt (GW) ans Netz. Das waren 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Vorreiter war
wie in den Vorjahren China mit 34,5 GW gefolgt von Indien mit 7,7 GW. Fast 31 GW wurden hingegen abgeschaltet – sieben Prozent mehr als 2017. Dabei führten die USA mit 17,6 GW vor Indien und China mit insgesamt neun GW.

Insgesamt wuchs die globale Kohle-Kapazität vergangenes Jahr noch um rund 19 Gigawatt (GW) – so wenig wie seit Beginn des Jahrtausends nicht. Die Zuwachsrate ist damit das dritte Jahr in Folge geschrumpft, seit 2015 um 72 Prozent. Die Kapazität geplanter Kraftwerke ist seit 2015 um 69 Prozent auf 339 GW gefallen.

Allerdings hat die Kapazität der Kraftwerke im Bau vergangenes Jahr um zwölf Prozent auf 236 GW zugenommen. Grund dafür ist vor allem China, das laut Bericht „still- schweigend“ den Bau von 50 GW zuvor ausgesetzter Kraftwerke wieder aufgenommen hat.

Quelle: Agence France Presse AFP vom 28. März 2019

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