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Lagerhalle einer Hebebühnen-Firma im Umfeld des Hambacher Forstes abgebrannt

Während die Polizei noch immer konsequent daran arbeitet, den illegalen Baum-Besetzern im Hambacher Forst Herr zu werden, ist in der Nähe die Lagerhalle eines Unternehmens mit Hebebühnen in Flammen aufgegangen. Die Hebebühnen, die in der Halle lagerten, wurden im Hambacher Forst eingesetzt. Das Unternehmen war in Sozialen Netzwerken von Braunkohle-Gegnern attackiert worden.

Nach dem Brand einer Lagerhalle in Willich (Kreis Viersen) ermittelt der Staatsschutz. In der Lagerhalle waren Verleihmaschinen, darunter auch Hebebühnen, gelagert worden. Hebebühnen des Unternehmens werden auch bei der umstrittenen Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst eingesetzt. Es besteht deshalb der Verdacht, dass es sich um einen Brandanschlag handelt. „Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Auch ein politischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Brandursache sei aber noch unklar.

Andere Unternehmen hatten ihre Geräte aus dem Hambacher Forst zurückgezogen, weil sie nicht mit der Räumung des Waldes nicht einverstanden waren.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand, aber es entstand hoher Sachschaden, die Lagerhalle brannte völlig nieder. Auf einem anderen Betriebshof des Unternehmens unweit des ersten Einsatzortes gab es einen weiteren Einsatz für die Feuerwehr: Dort brannten Dämmstoffe, die auf einer Hebebühne gelagert waren.

Eine Begehung des Brandortes „Lagerhalle“ war zunächst nicht möglich, da dieser für eine Zeit aus Sicherheitsgründen durch die Feuerwehr gesperrt worden sei. Der Grund: Unter dem Brandschutt befindet sich eine Flasche mit einem explosionsfähigen Gasgemisch.
Die Ermittlungen dauern an.

Unterdessen hat RWE-Chef Rolf Martin Schmitz noch einmal unmissverständlich klar gemacht, dass der Hambacher Forst nicht zu retten ist. „Selbst wenn ich heute den Tagebau in Hambach stoppen würde, müssten wir den Wald trotzdem roden. Wir brauchen diese Erdmassen, um die Böschungen dauerhaft zu stabilisieren. Die sind so steil, dass sie abgeflacht werden müssen“, sagte er dem Handelsblatt.

Schmitz bedauert die andauernden Ausschreitungen rund um den Forst. Ein Gespräch mit den Umweltverbänden blieb zuletzt erfolglos. RWE sei bereit gewesen, bis zum 15. Dezember mit der Rodung zu warten.
Dann soll die Kommission zum letzten Mal zusammenkommen. „Um dann aber auch wirklich loslegen
zu können, sollten die Umweltverbände akzeptieren, dass wir um die Rodung nicht herumkommen“, berichtete er aus den Gesprächen. „Dazu waren die Verbände aber nicht bereit. Das ist
schade, weil ich glaube, dass wir so die Eskalation hätten verhindern können.“

Auch eine weietre Chance zur Deeskalation schluegn die Umweltverbände aus. Schmitz: „Leider konnte ich die Verbände nicht einmal zu einem gemeinsamen Aufruf gegen die Gewalt im Hambacher Forst bewegen. Das hat mich schon persönlich enttäuscht.“

Quellen: Westfalenpost vom 1. Oktober 2018, Handelsblatt vom 28. September 2018-10-02

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