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Polizei beendet Bagger-Besetzung im Mitteldeutschen Revier

Der internationale Braunkohle-Krawall ist weiter auf Tour. Nachdem zuletzt immer wieder das rheinische Revier als Schauplatz für Proteste herhalten musste, läuft derzeit ein so genanntes Klimacamp in Mitteldeutschland. Workshops werden angeboten und Konzepte entwickelt, heißt es im Programm. Was aber offenbar nicht fehlen darf: die Baggerbesetzung. Die Mibrag ist entsetzt. Die Polizei beendet das Spektakel.

Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain haben Kohlegegner für einige Stunden einen Braunkohle-Bagger der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) besetzt. Die Besetzer forderten einen sofortigen Kohleausstieg und mehr Engagement bei der Energiewende. Speziell ausgerüstete Einheiten der Polizei nahmen die Räumung des Baggers vor. Ein Krankenwagen sowie die Höhenrettung der Feuerwehr wurden hinzugezogen. Ein Teil der Besetzer ging freiwillig, andere wurden von den Beamten heruntergetragen.
 
„Wir haben nichts gegen friedliche Proteste und die Ausübung demokratischer Rechte, aber wir lehnen jede Form von Gewalt und Gesetzesverstößen ab. Die Menschen aus der Region, unsere unmittelbaren Nachbarn, haben genauso wenig Verständnis wie unsere Mitarbeiter für solche lebensgefährlichen Aktionen. Wir sind gesprächsbereit, wie es der an das Klimacamp angrenzende Informationsstand der IG BCE deutlich macht, und offen für Argumente. Aber wir sind auch entsetzt über das rücksichtslose Vorgehen der Braunkohlengegner“, teilte Mibrag-Geschäftsführer Armin Eichholz mit.

Schon mehrfach hatten Klimaaktivisten auf dem Gelände protestiert, einen Bagger erklommen und Transparente entrollt. Auch in den Lausitzer Tagebauen Jänschwalde und Welzow-Süd in Brandenburg hatten Kohlekraftgegner Bagger besetzt.

In Pödelwitz, einem kleinen Dorf neben dem Tagebau, treffen sich derzeit zahlreiche Umweltaktivisten zu einem Klimacamp. Bis zum 12. August wollen sie Konzepte für eine ökologisch gerechte Gesellschaft entwickeln. Insgesamt rechneten die Veranstalter mit mehr als 1000 Teilnehmern am Camp. Sie kämen aus ganz Deutschland, Frankreich, Spanien sowie Lateinamerika.

Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 6. August 2019, tag24.de vom 6. August 2019

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