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Oettinger hält Braunkohle bis 2050 für unverzichtbar

Man könne nicht gleichzeitig aus der Atomkraft und der Braunkohle aussteigen. Davon zeigten sich der für Energiefragen zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger und der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie und Energie, Michael Vassiliadis am Montag in Cottbus überzeugt.

Die Braunkohle habe eine wichtige Rolle für die Phase des Energiewandels, betonte Oettinger beim „Lausitzdialog“ vor Betriebsräten und Vertrauensleuten. Kohle bleibe weltweit im 21. Jahrhundert der fossile Energieträger: „In Deutschland noch mindestens bis 2050.“ Wer einen früheren Ausstieg wolle, melde Deutschland aus der wirtschaftlichen Entwicklung ab, sagte er.

Oettinger unterstrich die Notwendigkeit der Braunkohle mit einem Verweis auf die völlig ungeklärte Frage der Stromspeicherung. Ohne den heimischen Bodenschatz, ohne Atomstrom, bei gleichzeitiger Flaute und zu wenig Sonnenlicht reichten Deutschlands Elektrizitätsreserven gerade mal 24 Minuten – so lange können die Pumpspeicherwerke im Notfall Strom liefern. „Wenn Sie nur noch für 24 Minuten Luft zum Atmen hätten, würden Sie aber unruhig werden“, sagte der EU-Kommissar. Das Jahr habe 8760 Stunden, erinnerte er. Folglich müsse auch die Stromwirtschaft 8760 Stunden im Jahr zuverlässig Strom liefern.

Ein gleichzeitiger Ausstieg aus der Atomkraft und der Braunkohle sei nicht möglich, betonte auch der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie und Energie, Michael Vassiliadis. Man riskiere die Versorgungssicherheit, verursache einen Anstieg der Produktionskosten und gefährde Arbeitsplätze, betonte der Gewerkschaftschef. Es sei an der Zeit, die wichtige Rolle der Braunkohle in der Energiewende anzuerkennen. Sie sichere die Stromversorgung, wenn Wind- und Sonnenenergie ausfielen.

Quelle: rbb online, 26. August 2014, Sächsische Zeitung, 26. August 2014

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