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RWE-Chef will Rettung des Hambacher Forstes möglich machen

„Der Hambacher Forst muss so oder so weg.“ Das hatte RWE-Chef Rolf-Martin Schmitz im Herbst 2018 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu Protokoll gegeben. Da das Erdreich gebraucht werde, sei nichts mehr zu machen. Rund ein Jahr später klingt das anders. Von Machbarkeit ist nunmehr die Rede und davon, dass RWE das Machbare möglich machen will.

Der Energiekonzern RWE hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Hambacher Forst im Rheinischen Revier erhalten bleibt. „Der Erhalt ist politisch und gesellschaftlich gewünscht, und auch wir wollen ihn machbar machen“, sagte Unternehmenschef Schmitz in einem Gespräch mit der WAZ. Er sei optimistisch, denn bei dem von der Kohlekommission empfohlenen Ausstieg benötige RWE weniger Braunkohle für die Kraftwerke, so Schmitz.

Der RWE-Chef sagte der Zeitung zufolge, RWE könne laut einem geologischen Gutachten bis auf 50 Meter an den Forst baggern, ohne seinen Wasserspeicher zu gefährden. „Technisch ist der Erhalt lösbar“, betonte er.

Eine andere Frage sei der Aufwand: „Es ist deutlich komplizierter, ihn stehen zu lassen, als ihn nicht stehen zu lassen“, sagte Schmitz. „Wir brauchen dafür eine ganz neue Braunkohleplanung, die zehn bis 15 Jahre dauert und sehr viel Geld kostet. Wenn das so gewünscht ist, machen wir es.“

Der Hambacher Forst am Rande des Tagebaus ist zum Symbol des Widerstands von Umweltschützern gegen die Braunkohleverstromung geworden. RWE hat die Rodung des Waldgebietes im vergangenen Herbst nach einem Gerichtsurteil ausgesetzt.

Die Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung der Bundesregierung hat den Wunsch geäußert, dass der Wald erhalten bleibt.

Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. Oktober 2019, Aachener Nachrichten vom 10. Oktober 2019

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