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RWE verlangt Milliarden für vorzeitige Kraftwerksabschaltung

Die vorzeitige Abschaltung von Kohlekraftwerken soll im Einvernehmen mit den Betreibern geregelt werden. So hat es die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ empfohlen. Die Bundesregierung ist mit RWE zu ersten Gesprächen zusammen gekommen. Der rheinische Energiekonzern hat auf seiner Bilanzpressekonferenz deutlich gemacht, dass der verordnete Kohleausstieg einen hohen Preis haben wird.

Der Energiekonzern RWE geht mit der Forderung nach Entschädigungen in Milliardenhöhe in die Gespräche mit der Bundesregierung über die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken, schreibt die Deutsche Presse Agentur. Eine Kompensation von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro pro Gigawatt abgeschalteter Leistung sei fair, sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz in Essen. Im Vergleich zur Ökostromförderung seien Entschädigungen für abgeschaltete Kraftwerke aber überschaubar.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat vorgeschlagen, bis 2022 rund drei Gigawatt Braunkohlekapazität zusätzlich vom Netz zu nehmen. RWE geht davon aus, dass der Großteil der Abschaltungen auf das Rheinische Revier entfällt, wo der Essener Konzern die Kraftwerke und Tagebaue betreibt. Ein erstes Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsministerium habe es gegeben. Schmitz rechnet mit mehrmonatigen Verhandlungen.

Der RWE-Chef begründete die Höhe der erwarteten Entschädigungen mit den Auswirkungen von Kraftwerksabschaltungen auf die Tagebaue. Deshalb müssten die Zahlungen mindestens doppelt so hoch ausfallen wie für die bereits in die Sicherheitsbereitschaft überführten Braunkohlekraftwerke. Wenn RWE im geforderten Umfang Kraftwerke stilllegen und die Braunkohleförderung zurückfahren solle, müssten rund 2.700 Arbeitsplätze im rheinischen Revier abgebaut werden, sagte Schmitz weiter.

Auch für den Erhalt des Hambacher Forsts müsste „eine Menge Geld aufgebracht werden», sagte der RWE-Chef. Einen konkreten Betrag nannte er nicht. Das Unternehmen werde prüfen, ob es mit Blick auf Standsicherheit, Rekultivierung und Wasserwirtschaft möglich sei, das Waldstück am Tagebau Hambach stehen zu lassen, auch wenn das wirtschaftlich und betrieblich nicht sinnvoll sei. „Symbole haben ihren Preis“, sagte Schmitz. Der Hambacher Forst ist zum Symbol des Widerstands von Umweltschützern gegen die

Quelle: businessinsider.de vom 14. März 2019

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