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RWE verlangt zwei Millionen Euro Schadenersatz von Braunkohle-Gegnern

Schwere Eingriffe in den laufenden Betrieb von Braunkohleanlagen sind für Braunkohle-Gegner mittlerweile wichtige Zeichen und gehören zum Aktionskonsens. Für die Braunkohle-Unternehmen bleiben sie schwer Eingriffe und kosten viel Geld. Für Blockaden im Rheinischen Revier, die zwei Jahre zurückliegen, hat RWE jetzt eine Schadenersatzforderung aufgemacht. Von den Störern fordern sie zwe Millionen Euro.

Rund zwei Jahre nach der Blockade eines Braunkohlekraftwerks im Rheinischen Revier durch Klimaaktivisten müssen sich fünf Beschuldigte vor Gericht verantworten. Sie sind unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und der Störung öffentlicher Betriebe angeklagt, wie der Direktor des Amtsgerichts Eschweiler, Rainer Harnacke, mitteilte. Die Verhandlung gegen die 22 bis 37 Jahre alten Angeklagten beginne am 30. Oktober. Die Verhandlung könnte nach Angaben des Landgerichts Aachen Einfluss auf ein dort anhängiges Verfahren haben.

Wegen der Blockade seines Braunkohlekraftwerks Weisweiler im November 2017 verlangt der Energiekonzern RWE von insgesamt sechs Aktivisten rund zwei Millionen Euro Schadenersatz. Vier der sechs Aktivisten stehen auch in Eschweiler vor Gericht. Die Verhandlung zu der Klage am Landgericht war mit Blick auf den Prozess in Eschweiler zunächst ausgesetzt worden.

Mit der Blockadeaktion, die parallel zur Weltklimakonferenz in Bonn stattfand, hatten die Aktivisten das Kraftwerk über Stunden vom Kohlenachschub abgeschnitten. RWE musste drei Kraftwerksblöcke vorübergehend vom Netz nehmen.

Der Strom, der in dieser Zeit produzierte werden sollte, war nach damaligen RWE-Angaben bereits verkauft. Deshalb habe der fehlende Strom teuer zugekauft werden müssen.
Die Aktivisten hatten damals am frühen Morgen einen Bagger am Kohlebunker und ein Förderband besetzt und die Kohlezufuhr gestoppt. Die Polizei war mit Spezialisten einer technischen Einheit im Einsatz, die die angeketteten Aktivisten loslösten.

Quelle: tag24.de vom 17. September 2019

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