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Stickoxid-Belastung bleibt trotz Verkehrsflaute auf hohem Niveau

Wie kann das sein? Trotz Corona-bedingter Verkehrsflaute herrscht dicke Luft in deutschen Städten. In einer Zeit, in der weder alte noch neue Diesel die Straßen verstopfen, ist die Belastung mit Stickoxiden teils höher als in der betriebsamen Zeit vor dem Lock-Down. Das ergeben Daten des Umweltbundesamtes, die der Focus ausgewertet hat. In der Politik werden erste Stimmen laut, die ein Aufheben der Fahrverbote fordern.

Die Befürworter der umstrittenen Diesel-Fahrverbote erhalten einen Dämpfer: Trotz massiver Reduzierung des PKW-Verkehrs bleiben Stickoxid-Werte hoch, was die Basis der Diesel-Verbote quasi widerlegt. Erste Politiker fordern die Abschaffung der Fahrverbote.

Kein Verkehr, kein Lärm, saubere Luft – die Corona-Krise erfreut derzeit viele Anwohner normalerweise stau-geplagter Straßen in großen Städten. Doch ausgerechnet die in den vergangenen Jahren im Fokus stehende Stickoxid-Ausbreitung durch Diesel-PKW sorgt für Überraschungen: Trotz des geringeren Verkehrsaufkommens wegen der Corona-Krise sind die Stickstoffdioxidwerte in den deutschen Innenstädten weiterhin vergleichsweise hoch.

Wie eine stichprobenartige Auswertung des Focus-Magazins von Luftqualitätsdaten des Umweltbundesamtes (UBA) der vergangenen zehn Wochen ergibt, nahmen die Stickoxidwerte beispielsweise am Stuttgarter Neckartor und an der Landshuter Allee in München nach dem Corona-Shutdown am 23. März zunächst schrittweise ab, stiegen aber anschließend wieder an. Am sonnigen Gründonnerstag (9. April) lag die Belastung am Neckartor laut UBA-Daten mit 60 und an der Landshuter Allee mit 90 Mikrogramm knapp sechs- beziehungsweise dreimal so hoch wie an einem windigen Tag im Februar. Auch im Jahresvergleich sind die Werte zum Teil gestiegen, wie der Focus meldet.

Die Behauptung, dass für die Überschreitung der EU-Stickoxidgrenzwerte quasi ausschließlich ältere Diesel-PKW verantwortlich seien, wird damit zumindest zweifelhaft. Genau das war aber die rechtliche Basis, auf der Städte wie Stuttgart,  Hamburg oder Berlin Fahrverbote verhängten – und künftig auch ausweiten wollen. Damit stellt sich die Frage, ob diese Städte bei ihren Entscheidungen verhältnismäßig gehandelt haben. Verantwortlich für die Verbote waren Klagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die DUH versucht bundesweit, Fahrverbote zu erzwingen. Sie hatte damit in mehreren Städten bereits Erfolg,

Quellen: Focus, focus.de, vom 20. April und 18. April 2020, Spiegel-Online vom 17. April 2020

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