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Strompreis in Deutschland erklimmt historischen Höchststand

Noch immer hält sich bei Vielen die Behauptung, dass die Energiewende den Strom in Deutschland nicht wesentlich verteuert. Zugleich aber kennt im realen Leben die Entwicklung des Strompreises nur eine Richtung: er steigt. In der jüngsten Nachricht dazu spricht die Frankfurter Allgemeine Zeitung davon, dass die Verbraucherpreise einen historischen Höchststand erreicht haben.

Der Strompreis, den Verbraucher in Deutschland zahlen müssen, hat im Mai einen neuen historischen Höchststand erreicht – und das, obwohl die Großhandelspreise und die Strompreise an der Strombörse EEX in Leipzig seit dem Herbst wieder deutlich zurückgegangen sind. „Im Mai verzeichnen wir einen weiteren Anstieg der Strompreise für Verbraucher und damit einen neuen Rekord“, berichtet das Internetportal Verivox.

Der durchschnittliche Preis, den Haushalte zahlen müssten, liege jetzt bei 29,60 Cent je Kilowattstunde: „Das ist ein neues Allzeithoch.“ Die Zahl der Preiserhöhungen der Stromversorgungsunternehmen habe zuletzt abgenommen, aber die Tendenz sei ungebrochen: Für Juni und Juli hätten schon zwölf örtliche Stromversorger Preissteigerungen von rund 5 Prozent angekündigt. Nachrichten über Preissenkungen der regionalen Versorger in diesen Zeitraum lägen bislang überhaupt keine vor.

Dabei ist der Strom an der Strombörse längst wieder billiger geworden. Das Internetportal Check 24 hat beide Entwicklungen verglichen. Im Zeitraum zwischen November 2018 und April 2019 sei der Strompreis an der Leipziger Strombörse um 38 Prozent zurückgegangen. Im selben Zeitraum sei der Strompreis für Verbraucher in Deutschland um rund 3 Prozent gestiegen. Eine erhebliche Diskrepanz.

Die sinkenden Großhandelspreise seien jedenfalls noch nicht bei den Verbrauchern angekommen, schreibt Verivox. Valerian Vogel, der bei dem Internetportal die Energiepreise beobachtet, meint, das werde womöglich zumindest kurz- und mittelfristig auch nicht passieren. Viele Stromversorger kauften einen Teil des Stromes langfristig ein, zudem machten die Beschaffungskosten nur einen relativ kleinen Teil des Strompreises für Verbraucher aus. Den größten Anteil hätten Steuern, Abgaben und Umlagen. Sie entsprechen etwa 54 Prozent des Strompreises. Hinzu kommen die Netzentgelte, die rund ein Viertel des Strompreises ausmachen. Nur rund 20 Prozent des Strompreises können die Versorger selbst beeinflussen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine, faz.net, vom 8. Mai 2019

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