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Umweltministerin Schulze spricht sich für CO2-Speicherung im Boden aus

In der Lausitzer Braunkohlewirtschaft wurde die Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage, kurz CCS) viele Jahre technologisch vorangetrieben. Dann kam das gesetzliche Aus. Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hielt dennoch unbeirrt an der Notwendigkeit fest, die CCS-Technologie zu nutzen. Jetzt spricht sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze für die Einlagerung von CO2 im Boden aus.

Schulze sieht in der CO2-Speicherung einen Beitrag, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. „Diese Debatte muss sein“, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Gegen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid gab es lange Widerstand, weil sie die längere Verstromung von Kohle ermöglichen sollte. Mit dem Kohleausstieg aber hat sich dieser Einwand erledigt.“

Auch mit natürlichen Mitteln wie Aufforstung lasse sich Kohlendioxid binden. „Ich warne aber vor Illusionen: Wir können gar nicht so viele Bäume pflanzen, wie wir bräuchten, um unseren heutigen CO2-Ausstoß auszugleichen“, erklärte Schulze. Zugleich rief sie zur CO2-Reduktion auf: „Es ist immer besser, den Ausstoß von vornherein zu vermeiden als das CO2 hinterher mühsam wieder einzufangen, energieaufwendig weiterzuverwenden oder einzuspeichern.“

Zuvor hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Möglichkeit der CO2-Speicherung verwiesen. Bei Umweltverbänden hatte sie damit Kritik geerntet. „Wir warnen ausdrücklich davor, gefährliche, teure und unerprobte Technologien wie die Speicherung von CO2 unter der Erde als Klimaschutz zu betrachten“, sagte etwa BUND-Chef Hubert Weiger.

Quelle: focus.de vom 19. Mai 2019

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