Angela Merkel - Foto: Wikipedia - 'Foto: Alexander Kurz, Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Menschen auf dem Land zahlen häufig mehr Geld für Strom als Städter

Die Menschen im ländlichen Raum – und insbesondere die im Norden und Osten Deutschlands – haben nicht nur den Großteil der Energieerzeugungsanlagen vor der Nase. Sie zahlen in der Regel auch mehr Geld für den Strom. Die Höhe der Stromrechnung hängt auch vom Wohnort ab, berichtet dpa mit Bezug auf Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check24.

Strom ist für Privathaushalte auf dem Land häufig teurer als in der Stadt. Nach einer Auswertung des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check24 müssen die Bewohner ländlicher Regionen im bundesdeutschen Durchschnitt zwei Prozent mehr für ihren Strom bezahlen. Das mache bei einem Jahresverbrauch von 4250 Kilowattstunden eine Differenz von etwa 21 Euro aus.

In einzelnen Bundesländern ist der Abstand größer. Den höchsten Preisunterschied gibt es in Mecklenburg- Vorpommern, wo Haushalte auf dem Land durchschnittlich 121 Euro mehr zahlen als in der Stadt. Das ist ein Preisplus von 10 Prozent. Im Saarland werden Haushalte im ländlichen Raum mit 113 Euro höher belastet, in Schleswig-Holstein mit 82 Euro. In den meisten anderen Bundesländern ist das Gefälle beim Strompreis der Analyse zufolge geringer.

„Der Strompreis ist auf dem Land häufig höher als in der Stadt, weil die Netznutzungsentgelte aufgrund der geringeren Einwohnerdichte auf weniger Personen verteilt werden“, zitiert dpa Steffen Suttner, den Geschäftsführer Energie bei Check24. Untersuchungen des Vergleichsportals hatten schon in den vergangenen Jahren höhere Strompreise auf dem Land ergeben.

Bestätigt wird dieser Trend durch Zahlen der Bundesnetzagentur. Deutschlandweit hat die Behörde für das vergangene Jahr eine große Spanne bei den Netzentgelten ermittelt. Haushalte mussten zwischen knapp 4 Cent und mehr als 16 Cent pro Kilowattstunde zahlen. In den Städten seien die Kosten in der Regel niedriger als im Umland. Im Bundesdurchschnitt ermittelte die Behörde ein Netzentgelt von 7,5 Cent je Kilowattstunde, fast 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Behörde sind die Leitungskosten vor allem in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern relativ hoch. Das hat auch mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu tun.

Quelle: presseportal.de vom 12. Juli 2021, dpa vom 10. Juli 2021

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