tl_files/Aktuelles/pfingsten/TgbWelzowSued.jpg

Norwegen fördert CCS-Projekt mit 1,5 Milliarden Euro

Für Klimafolgenforscher ist die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 (CCS) eine notwendige Bedingung, um den von Menschen verursachten Kohlendioxid-Ausstoß in der Atmosphäre in akzeptablen Grenzen zu halten. Trotz erfolgreicher Forschungsprojekte waren und sind in Deutschland die Widerstände gegen diese Technologie zu groß. Norwegen macht es jetzt vor. Mit 1,5 Milliarden Euro unterstützt der Staat ein großes Industrieprojekt.

Das Projekt „Longship“ könnte die erste Maßnahme zur Abscheidung und Speicherung von CO2 („Carbon Capture and Storage“, kurz: CCS) im großen Stil werden, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Regierung in Oslo finanziere bei „Longship“ unter anderem Arbeiten zur CO2-Abscheidung in einem von Heidelberg Cement im Süden Norwegens betriebenen Zementwerk. Investieren will die Regierung auch in das Gemeinschaftsprojekt für CO2 Transport und -Speicherung der Ölkonzerne Equinor, Shell und Total. Insgesamt belaufen sich die Kosten für „Longship“ auf knapp 2,3 Milliarden Euro (25,1 Milliarden Kronen).

Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung setzt große Hoffnungen auf CCS. Dabei werden erschöpfte Erdgasfelder von Fachleuten als geeignete Speicher für CO2 angesehen. Doch die Technologie ist umstritten. Deutschland beispielsweise verfügt nicht nur über solche Speicher. Zugleich gab es zwei erfolgreiche Pilotprojekte in Brandenburg, eines zur Abscheidung von CO2 in Schwarze Pumpe und ein zweites zur Speicherung in Ketzin. Trotz zuversichtlich stimmender Ergebnisse scheiterte jedoch die weitere Anwendung zunächst am Widerstand von Bürgerinitiativen und schließlich an einer mangelnden Entschlossenheit der Bundespolitik. Die Bundesregierung rückte von entsprechenden Vorhaben ab.

Das Wirtschaftsministerium brachte aber die Nutzung norwegischer Gasfelder für die CO2 Speicherung im Zuge des Ausbaus der Wasserstoffproduktion ins Spiel. Kritiker pochen darauf, dass Wasserstoff aus erneuerbaren Energien entsteht.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. September 2020

Zurück    Zum Seitenanfang

 

Unsere Themen. Ihre Erkenntnis

Lausitz, Braunkohle, Verstromung, CO2-Emmission, Tagebau, Kraftwerk, Energiesystem, Energiewende, Rekultivierung, Umsiedlung, Grundlast, Energiemix, EEG, Erneuerbare Energien, Aufforstung, Sozialverträglichkeit, Wertschöpfung, Technologie, Energieregion, Jänschwalde, LEAG, Strukturwandel, Rohstoff, Renaturierung, Klimawandel, Seenland, Lausitzer Braunkohle, Grüne Liga, Greenpeace, Klimakiller, Heimatverlust, Welzow-Süd

www.pro-lausitz.dePRO LAUSITZER BRAUNKOHLEwww.pro-lausitz.de