Angela Merkel - Foto: Wikipedia - 'Foto: Alexander Kurz, Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Ökostrom bleibt deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück

Die erneuerbaren Energiequellen Sonne und Wind bleiben von Wettereinflüssen nicht verschont. Im ersten Halbjahr 2021 konnte Ökostrom nach Branchenangaben 43 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert bereits bei 50 Prozent. Als Ursache wird angeführt, dass der Wind weniger wehte und auch die Sonne weniger Kraft hatte als im Vorjahresvergleich.

Ökostrom aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Energiequellen hat im ersten Halbjahr nach Branchenangaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an Kraft eingebüßt. Insbesondere das erste Quartal sei ungewöhnlich windstill und arm an Sonnenstunden gewesen, heißt es bei dpa. Die Erzeugung aus Windenergie an Land und auf See ging um rund 20 Prozent zurück, wie vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen. Im Vorjahreszeitraum lag den Angaben zufolge der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bei rund 50 Prozent. Im ersten Halbjahr 2020 habe es Rekorde bei der Stromerzeugung aus Solarenergie und Windenergie an Land gegeben.

Der Ausbau erneuerbarer Energien gilt als entscheidend, damit die von der Politik beschlossenen höheren Klimaziele erreicht werden können. Das Tempo müsse deutlich angezogen werden, forderte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Für das höhere CO2-Einsparziel ist ein Anteil von mindestens 70 Prozent Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 erforderlich.“ Die Weichen müssten nun zeitnah gestellt werden, so Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW. Er verwies auf Planungsprozesse und Investitionsentscheidungen.

Quelle: dpa-AFX vom 27. Juni 2021

 

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