tl_files/Aktuelles/pfingsten/TgbWelzowSued.jpg

Proteste und Klagen verzögern Stromnetzausbau in Deutschland

Der zügige Ausbau des deutschen Stromnetzes ist für Viele so etwas wie der Schlüssel zum Erfolg bei der Energiewende. Aber eben nur für Viele. Andere wiederum bekämpfen die neuen Leitungen mit allen Mitteln. So will nach Informationen des Bayerischen Rundfunks eine niederbayerische Gemeinde jetzt nachweisen, dass beim Südostlink europarechtliche Vorschriften verletzt werden. Ein Gutachten ist beauftragt. Der Netzausbau stockt.

Es ist kein Kampf gegen Windmühlen, sondern gegen eine Stromtrasse: Die niederbayerische Gemeinde Niederaichbach wehrt sich weiter gegen den Bau der Stromtrasse Südostlink. Jetzt ruht die Hoffnung auf dem Wirtschafts-Professor Lorenz J. Jarras, der sich schon an vielen anderen Stellen im Widerstand gegen den Netzausbau profiliert hat. Offenbar gibt es juristische Zweifel, ob bei dem Vorhaben europarechtliche Vorschriften eingehalten werden. Details sollen bei der Videokonferenz bekannt gegeben werden.

In der Region rund um Landshut gibt es seit Monaten Kritik an und Proteste gegen die geplante Stromtrasse. Niederaichbach hat bereits im vergangenen Jahr vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klage gegen die umstrittene Südostlink-Stromtrasse eingereicht.

Die Stromtrasse soll nach dem Atomausstieg Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren. Die Südostlink-Leitung soll mit einem großen Konverter auf rund 14 Hektar Fläche nahe des Atomkraftwerk-Standorts Isar 2 in Niederaichbach bei Landshut enden.
Die Gemeinde fürchtet unzumutbare Belastungen durch den Konverter und die Stromtrasse. Mit der Klage soll der Bau der umstrittenen Stromtrasse verhindert werden.

Energiewende vorantreiben

Die Gleichstromtrasse Südostlink soll Windstrom aus dem Norden nach Bayern übertragen und durch die Oberpfalz bis zum Atomkraftwerk Isar bei Landshut führen. Befürworter sagen, dass mit der Leitung die Energiewende vorangetrieben werden soll. Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht sagte dem Bayerischen Rundfunk: „Die zentrale Bedeutung des Südostlinks für die Energiewende wurde Ende Januar durch den Bundestag zum wiederholten Male bestätigt.“ Tennet sei gesetzlich verpflichtet den Südostlink zu planen und zu bauen.

Quelle: Bayerischer Rundfunk, br.de., vom 2. März 2021

Zurück    Zum Seitenanfang

 

Unsere Themen. Ihre Erkenntnis

Aufforstung, Braunkohle, CO2-Emmissionen, Demokratie, EEG, Energiemix, Energieregion, Energiesystem, Energiewende, Erneuerbare Energien, Green Deal, Greenpeace, Grundlast, Grüne Liga, Heimatverlust, Industrie, Klimakiller, Klimawandel, Kohleausstieg, Kohlekommission, Kraftwerk, Lausitz, Lausitzer Braunkohle, Rekultivierung, Renaturierung, Rohstoff, Seenland, Sozialverträglichkeit, Strukturstärkung, Strukturwandel, Tagebau, Technologie, Umsiedlung, Versorgungssicherheit, Verstromung, Wertschöpfung

www.pro-lausitz.de