Windenergie

Rekultivierung ausgekohlter Tagebauflächen trägt zum Klimaschutz bei

Die Aufgaben der Bergbausanierung sind vielfältig. Davon kann die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ein Lied singen. Sie sichert Flächen und wertet sie auf, pflanzt hunderttausende Bäume und macht aus Gruben attraktive Seen. Das Ganze hat einen klimapolitischen Nebeneffekt, wird aus dem erstmals vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht deutlich: 4 Millionen Tonnen CO2 wurden seit 1991 gebunden.

Zur Sanierung der Bergbaufolgeflächen fällt das Fazit der LMBV positiv aus. „Auch im vergangenen Jahr habe die LMBV „ihre Aufgaben trotz widriger Umstände von Klimaveränderungen und Corona-Pandemie planmäßig fortgeführt und in der Braunkohlesanierung und der Verwahrung gute Ergebnisse erreicht“, erklärte Bernd Sablotny während einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Sanierungs- und des Nachhaltigkeitsberichts.

Seit 1991 seien durch die Rekultivierung der Flächen etwa 4 Millionen Tonnen CO2 langfristig gebunden worden, teilte der Bergbausanierer mit. So seien beispielsweise in der Lausitz Waldflächen, die dem Bergbau weichen mussten, zur Hälfte wieder hergestellt worden. Allein im vergangenen Jahr seien rund 306.000 Bäume gepflanzt worden, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer Gunnar John.

Nach Angaben des Bundesunternehmens hat in der nachhaltigen Sanierung die Nutzung von Flächen für erneuerbare Energien an Bedeutung gewonnen. So wurden demnach bis einschließlich 2021 von den rekultivierten Tagebauflächen 1.770 Hektar für die Errichtung von Photovoltaikanlagen genutzt, außerdem wurden 166 Windkraftanlagen errichtet. Die vorgegebenen Sanierungsziele im vierten Jahr des laufenden Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung von 2018 bis 2022 seien erreicht worden, hieß es vom Bundesunternehmen.

Schwerpunkt in der Braunkohlesanierung war im vergangenen Jahr weiter die Herstellung der geotechnischen Sicherheit von Tagebaukippen, die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen in den Bergbaufolgeseen sowie die Fortschreibung und Umsetzung der Konzepte zur Behandlung bergbaulich beeinflusster Fließgewässer. In der Lausitz standen vor allem Sanierungsarbeiten rund um den Sedlitzer See im Fokus. Insgesamt sind nach Angaben des Unternehmens 2021 Leistungen im Umfang von circa 246 Millionen Euro erbracht worden. Die Ausgaben für Sanierungen befanden sich mit circa 45 Millionen Euro auf Höhe des Vorjahresniveaus.

Von den 17 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen hat die LMBV zu den folgenden unterschiedlich umfangreich berichtet: Hochwertige Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation und Infrastruktur, Nachhaltige Städte und Gemeinden, Nachhaltiger Konsum und Produktion, Maßnahmen zum Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

Quellen: Nachrichtenagentur dpa vom 1. Juni 2022, Pressemitteilung LMBV vom 1. Juni 2022

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