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RWE legt im Rheinischen Revier ersten Braunkohleblock still

Für viele ist der Kohleausstieg noch immer eine politische Forderung. Zugleich aber ist er gesetzlich geregelt – und findet statt. Jetzt hat der Kraftwerksbetreiber im Rheinischen Revier, RWE, den ersten Braunkohle-Block vom Netz genommen. Es handelt sich um einen 300-Megawatt-Block des Braunkohlekraftwerks Niederaußem. 300 direkte Arbeitsplätze fallen weg. Das Unternehmen versichert, dass die Stilllegung sozialverträglich erfolgt.

Die Stilllegung ist Teil des Kohleausstiegs, wie er im Sommer vom Bundestag im Beendigungsgesetz festgeschrieben worden ist. „Block D hat am Freitag um 20 Uhr letztmalig planmäßig Strom produziert", sagt ein RWE-Sprecher. Das Aus von Block D hat Folgen für Klima und Beschäftigung: Durch die Außerbetriebnahme fallen in Tagebau und Kraftwerk rund 300 Stellen weg. "Auch wenn die Notwendigkeit von Klimaschutz unstrittig ist, ist es für unsere Mitarbeiter natürlich ein bitterer Tag. Es ist aber sichergestellt, dass die Stilllegung sozialverträglich gestaltet wird", sagte Lars Kulik, Braunkohle-Vorstand bei RWE Power, der Redaktion.

Durch die Stilllegung werden rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart. Der Block steht noch bis Jahresende bereit, um etwa zur Behebung von Versorgungsengpässen beizutragen. Bis Ende 2022, wenn RWE 2,7 Gigawatt an Kapazitätstilllegen muss, werden etwa 3.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Quelle: finanznachrichten.de vom 19. Dezember 2020

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