Stahlbranche braucht Milliardenhilfen für klimaneutrale Produktion

Im Klimaschutz kommt der Stahlbranche eine große Bedeutung zu. Mit ihren Produktionsprozessen ist sie nach Angaben von Agora Energiewende die größte industrielle CO2-Quelle. Damit biete sie besonderes Minderungspotenzial. Wie aber kann der Weg der Stahlbranche zur Klimaneutralität aussehen? In jedem Fall wird er teuer. Eine staatliche Hilfe von bis zu 35 Milliarden Euro sei allein bis 2030 nötig, meint Agora.

Die deutsche Stahlindustrie braucht auf dem Weg zur Klimaneutralität bis zu 35 Milliarden Euro an staatlicher Hilfe, und das allein bis 2030. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Thinktanks Agora Energiewende. Neben dem Ausbau des Recyclings müsse dafür die Primärstahlproduktion schnell von der kohlebasierten Hochofenroute zur klimafreundlichen Eisendirektre¬duktion transformiert werden, heißt es. Diese Technologie erlaube den flexiblen Betrieb mit Erdgas und Wasser¬stoff und vereint die Chancen auf kurzfristig signifi-kante Emissionsminderungen und langfristige Klimaneutralität.

Der Analyse zufolge stellen insbesondere Klimaschutzverträge, die zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen geschlossen werden, ein effektives Instrument dar, um Investitionen zu ermöglichen und investierende Unternehmen vor der Konkurrenz zu schützen. Die nächste Bundesregierung müsse daher für Verlässlichkeit sorgen. Auch die Stahlbranche sieht solche Verträge als Schlüsselinstrument für den Einstieg in die Transformation. Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahl sollten Klimaschutzverträge bereits ab 2022 zur Verfügung stehen.

Quellen: agora-energiewende.de vom 30. September 2021, Handelsblatt vom 30. September 2021

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