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Streit um Braunkohle geht auch nach neuer Leitentscheidung in NRW weiter

Einmal mehr hat die nordrhein-westfälische Landesregierung die Leitentscheidung zum Braunkohleabbau im Rheinischen Revier überarbeitet. Demnach soll die Entscheidung über die Zukunft mehrerer Dörfer am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler nun Ende 2026 fallen. Während der Tagebaubetreiber RWE die Entscheidung begrüßte, kündigten Umweltverbände weitere Proteste an.

Die neue Leitentscheidung für das Rheinische Revier gebe vor „dass Keyenberg und die anderen Dörfer des dritten Umsiedlungsabschnitts nicht vor Ende des Jahres 2026 bergbaulich in Anspruch genommen werden dürfen“, zitiert dpa Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Dann solle überprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieser Flächen durch den Energiekonzern RWE noch erfüllt seien. Das gebe den Menschen, die in den Ortschaften bleiben wollten, „eine gewisse Perspektive“, betonte Pinkwart.

Die Leitentscheidung stelle einen geordneten Betrieb der Tagebaue Hambach und Inden sicher, kommentierte RWE die Entscheidung und verwies darauf, dass die Kohlegewinnung dort bis 2029 endet. Anwohner und Umweltverbände reagierten auf die neue Leitentscheidung mit scharfer Kritik. „Wir werden unseren Protest entschlossen fortsetzen, damit die Kohle im Boden bleibt, der Hambacher Wald gesichert bleibt und alle Dörfer bleiben“, kündigte Greenpeace an.

Quellen: rtl.de vom 24. März 2021, Kölnische Rundschau vom 23. März 2021

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