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Stromnetzausbau kämpft weiter mit heftigem Widerstand

Genau wie die allgemeine Zustimmung zur Energiewende deutschlandweit anhält, manifestiert sich der Protest gegen ihre Folgen vor Ort. Stein des Anstoßes sind vielerorts Windenergieanlagen oder der Ausbau des Stromnetzes. So wird der Bau der Uckermarkleitung auch nach 15 Jahren Auseinandersetzung weiter beklagt. In Bayern ist der Widerstand gegen den Südostlink jetzt sogar in Stein gemeißelt.

Wie das Oberpfalzecho berichtet, hat die Bürgerinitiative (BI) für eine dezentrale Energiewende mit einem Findling und einer neu gepflanzten Eiche ein Mahnmal für ihren Kampf gegen die „Monstertrasse“ gesetzt. Stein und Eiche stehen auf einer Wiese des Sprechers der Freien Wähler im Gemeinderat, Hubert Meiler. Meiler bezeichnet Eiche und Stein vor einem guten Dutzend Unterstützer der BI als Symbole des Widerstands. Unter den Teilnehmern der kleinen Feier sind Bürgermeister Markus Ludwig, der Sprecher der BI, Josef Langgärtner, FW-Kreisrat Karl Meier und der Mann, der der BI die Inschrift auf dem Findling „Gegen SüdOstLink 2020“ geschenkt hat, der Püchersreuther Steinmetzmeister Rüdiger Goedecke.

Meiler beschwört die Gruppe, nicht nachzulassen im gemeinsamen Widerstand: „Wenn´s oben nimma geht, einfach von unten wieder nei afanga, dann schaff´ ma´s.“ Er selbst hat Widerspruch eingelegt gegen die Probebohrungen auf seinem Grund. Inzwischen hat er eine Duldungsanordnung erhalten. BI-Sprecher Langgärtner macht deutlich, wie wenig man sich auf Aussagen zu Grenzwerten des Netzbetreibers Tennet verlassen könne.

Im Nordosten Brandenburgs bekämpft die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom“ seit rund 15 Jahren den Bau einer Stromleitung zum Abtransport großer Mengen Windenergie. Gerade ist die BI zusammen mit dem Naturschutzbund erneut gegen den Bau der Uckermarkleitung vorgegangen, schreibt die Märkische Oderzeitung. Die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt dem 2. Planergänzungsbeschluss des Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe vom 12. August 2020. Zugleich ergeht nach Aussage der Bürgerinitiative ein Rechtshilfeersuchen, das auf die Verhängung eines Baustopps zielt, um die Schaffung von vollendeten Tatsachen durch den Vorhabenträger 50 Hertz während des Klageverfahrens zu verhindern.

Quellen: Oberpfalzecho.de vom 19. September 2020, Märkische Oderzeitung, moz.de, vom 17. September 2020, Pressemitteilung BI Biospäre unter Strom vom 16. September 2020

 

 

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