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Wirtschaftserholung treibt weltweite CO2-Emissionen in die Höhe

Ende 2020 wirkte es wie ein kleines Wunder. Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Einbruch der Wirtschaft hatten die CO2-Emissionen in Deutschland über die Zielmarke einer 40-prozentigen Reduktion im Vergleich zu 1990 gebracht, was lange als ausgeschlossen galt. Jetzt droht der Umkehr-Effekt. Die Internationale Energieagentur IEA erwartet 2021 ein Hochschnellen der globalen Emissionen, insbesondere in China.

Klimaschädliche CO2-Emissionen werden nach Einschätzung der IEA in diesem Jahr auf den zweithöchsten Wert der Weltgeschichte ansteigen. Die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Pandemie werde voraussichtlich zu einem Anstieg der CO2-Emissionen um knapp fünf Prozent auf 33 Milliarden Tonnen führen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP aus dem jetzt vorgelegten jährlichen Global Energy Review der IEA. Zwar dürfte der klimaschädliche CO2-Ausstoß in diesem Jahr insgesamt unter jenem des Jahres 2019 liegen, heißt es da. Der globale Energiebedarf werde aber den Wert von 2019 überschreiten. Allein die Nachfrage nach Kohle werde in diesem Jahr um 4,5 Prozent steigen - und sich damit dem bisherigen Rekord von 2014 annähern, heißt es in dem Bericht.

Der Anstieg der globalen CO2-Emissionen um rund 1,5 Milliarden Tonnen in diesem Jahr sei vor allem eine Folge „der Wiederkehr der Kohlenutzung im Energiesektor“, betonte IEA-Chef Fatih Birol. Die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise sei „derzeit alles andere als nachhaltig für unser Klima“, warnte er. Mehr als 80 Prozent des Anstiegs beim Kohlebedarf rechnen die Experten dem asiatischen Markt und vor allem China zu. Der IEA zufolge steigt der Bedarf aber auch in den USA und Europa.

Quelle: AFP vom 20. April 2021

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