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Rheinisches Revier kommt nicht zur Ruhe

Braunkohlegegner im rheinischen Revier stellen sich weiter massiv gegen die genehmigte Entwicklung des Braunkohlenbergbaus. Dieses Mal gab es Proteste gegen den Abriss einer Landesstraße für den Braunkohletagebau Garzweiler. Die Gruppe von Kohlegegner versuchten das Vorhaben durch Blockaden zu stoppen, was ihr allerdings nicht gelang. Die Polizei trug Blockierer weg und stellte Personalien fest.

Im Rahmen der Rückbauarbeiten der ehemaligen L277 ist es im Umfeld des Tagebaus Garzweiler erneut zu einer Blockadeaktion gekommen. Laut Informationen der Polizei haben etwa 50 Personen versucht, in der Nähe von Lützerath an einen arbeitenden Bagger zu gelangen. Dabei sei es jedoch keiner der Personen gelungen, die Polizeikette zu durchbrechen. Um das Eindringen einer Person in den Gefahrenbereich zu unterbinden, mussten die Beamten jedoch Zwang anwenden. Die Personen setzten sich daraufhin auf eine Abraumfläche und behinderten die weiteren Arbeiten von RWE.

Der Aufforderung, die Örtlichkeit zu verlassen, kamen schließlich etwa 20 Personen nach. Die verbleibenden Besetzer wurden von den Polizisten einzeln angesprochen und zum Aufstehen und zur Angabe ihrer Personalien aufgefordert. Einzelne Personen kamen den Aufforderungen nach, teilweise mussten Personen weggetragen werden. Insgesamt 23 wurden schließlich zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam genommen und zur Polizei Mönchengladbach gebracht.

Die Landstraße wird von Kohlegegnern in den von Umsiedlung betroffenen Dörfern als eine Art Grenze verstanden, die die Braunkohlebagger nicht überschreiten sollen. Hinter der Straße liegen die Dörfer, die für die Braunkohle abgebaggert werden sollen. Schon am Vortag waren laut Polizei fünf Kohlegegner in Gewahrsam genommen worden. Gegen sieben Beteiligte werde wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs ermittelt, hatte die Behörde mitgeteilt. Ein Mann hatte den Angaben zufolge versucht, bei den laufenden Abrissarbeiten auf eine Maschine zu steigen. Einen weiteren Tag zuvor hatte ein Mann nach Polizeiangaben zeitweise einen Abrissbagger besetzt.

Quelle: Aachener Zeitung vom 22. Juli 2020

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